06.09.2005

Mexiko, ein Paradies für Naturliebhaber

Faszinierende Perspektiven

Kakteen in Mexiko
Rosa Flamingos, Jaguare, Adler, Lagunen, Mangrovensümpfe, endlose Dschungel, Vulkane und mehr: Mexiko ist ein Land mit geradezu überbordender Flora und Fauna. Kein Wunder, dass das Land zu den artenreichsten des Planeten zählt. Mexiko ist ein Paradies für Naturliebhaber. Hier gibt es für jeden Geschmack etwas - einerlei, ob Ausruhen, Erleben oder Entdecken auf dem Programm steht. Abenteurer werden hier ebenso fündig wie Hobbyforscher. Und wer sich entspannen will, findet ebenso einen Platz inmitten eines Idylls.

 

Die Halbinsel Yucatan wird von den Bundesstatten Campeche, Yukatan und Quintana Roo gebildet. Die Gegensätze faszinieren: karibische Strände, wüstenähnliche Abschnitte und weitläufige Grünzonen wechseln sich hier ab. Eines der Highlights ist das Reservat der Biosphäre von Sian Ka'an, das die Unesco zum Weltkulturerbe erklärte. Das Reservat bietet Dschungel und Süßwasserkanäle, eine Savanne und das zweitlängste Riff der Welt. Rund 350 Vogelarten sind hier Zuhause. Unweit liegt Ria Lagartos, ein Naturreservat, in dem unter anderem Tausende Flamingos nisten, die von den nahrungsreichen Salzgewässern angezogen werden.

 

Im Bundesstatt Oaxaca an der Pazifikküste im Süden des Landes kann man Zeuge eines einzigartigen Rituals werden. Am Strand von Escobilla in der Nähe von Puerto Escondido legen sieben von acht Arten der Meeresschildkröten ihre Eier ab. Obwohl es sich um einen von der Regierung geschütztes Terrain handelt, sind kontrollierte Besuche erlaubt. Im nahen Mazunte wurde ein riesiges Aquarium geschaffen, in dem Wissenschaftler die gefährdete Spezies beobachten und aufziehen.

 

Taucherin in Mexiko

 

Wen es eher ins Gebirge zieht, sollte sich den Popo-Itza-Park nicht entgehen lassen. Der rund zwei Stunden von Mexiko City entfernt gelegene Nationalpark bietet mit dem Pico de Orizaba nicht nur den dritthöchsten Berg Nordamerikas, sondern zugleich die Nationalheiligtümer Popocatépetl und Iztlacchihualt. Der Aufstieg auf den Pico de Orizaba ist eine echte Herausforderung. Selbst trainierte Alpinisten benötigen rund zehn Stunden vor den Aufstieg auf 5.800 Meter. Vom etwas kleineren Iztlacchihualt hat man eine spektakuläre Aussicht auf die Städte Puebla und Mexiko City sowie die umliegende Berglandschaft. Wegen seiner vulkanischen Tätigkeit wird der Popocatépetl derzeit für Bergsteiger gesperrt.

 

Die Tropenwälder des Landes befinden sich in Oaxaca, Tabasco, Veracruz, Quintano Roo und Campeche. Die bedeutendste Urwaldzone ist allerdings Lacandona im Süden von Chiapas. Tukane, Fledermäuse, Aras, Affen und Raubkatzen: Hier können auf einer Fläche von gerade einmal einem Hektar 30 verschiedene Baumarten, 50 Orchideenfamilien, 40 Vogel- und 20 Säugetiergattungen und mehr als 5.000 Insektenarten bewundert werden. Über den Dschungelfluss Usumacinta kann man zudem archäologische Fundstätten wie etwa Bonampak, Palenque oder Yaxchilán erreichen.

 

Letzte Änderung: 06.09.2005
Medien (diese Seite): paba
Autor: paba

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