Schneebedeckte Gipfel im Hohen Altas und die Weite der Sahara
Nordafrikanisches Land der Gegensätze
Marokko, von dem ein arabisches Sprichwort behauptet: "Die Welt ist ein Pfau und Marokko sein Schweif...", ist in der Tat ein Kleinod Afrikas. Im Norden begrenzt durch das Mittelmeer, im Westen durch den Atlantik, im Süden und Osten durch das Sandmeer der Sahara, hat sich auf einer Fläche 1 1/4 mal so gross wie Deutschland eine einzigartig wechselvolle Landschaft entwickelt.
Dabei spielt das Atlasgebirge, das sich vom Nordosten in den Südwesten des Landes erstreckt, als Klimascheide eine wichtige Rolle. Der Gebirgswall trennt das atlantisch-mediterrane Marokko mit seinem 3.000 Kilometer langen Küstenstreifen und die fruchtbaren Hochebenen Zentralmarokkos von den Randgebieten der Sahara im Osten und verhindert so das Vordringen der Wüste.
Den nördlichsten Abschnitt des Atlas bildet das Rif-Gebirge, das sich schon kurz hinter der steilen und felsigen Mittelmeerküste erhebt und sich von der Strasse von Gibraltar parallel zur Mittelmeerküste nach Osten zieht. Es ist durchschnittlich 1.500 bis 1.800 Meter hoch und hat mit seinen Feldern und grünen Hügeln in weiten Teilen Mittelgebirgscharakter. Stärker zerklüftet und wildromantisch mit Steineichen- und Nadelwäldern zeigt sich das zentrale Rif um Chéchaouen und Ketama, mit Erhebungen bis zu 2.300 Metern. An die Ausläufer des Rif-Gebirges schliesst sich im Süden der Mittlere Atlas an. Hier erreichen die Berge bereits eine Höhe von 3.000 Metern.
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