Mandelblüte auf Mallorca
Frühling im Februar
In Galilea, nicht weit von Palma, sind die Mandelbäume auf Terrassen gepflanzt. Das Blütenmeer hat sich hier zu einer weißen Woge aufgebaut. Ein Spaziergang unter den blühenden Bäumen ist ein besonders schönes Frühlingserlebnis.
Entlang der Steilküste geht es nach Sóller. Der "Rote Blitz" ist schon da. Liebevoll restauriert steht er wartend auf dem Gleis. Ein paar Einheimische, einige Touristen, das ist die Reisegesellschaft auf dem Weg nach Palma. Die Straße schlängelt sich durch die Transmutana.
Atemberaubende Ausblicke in tiefe Schluchten und auf verwitterte Felsen, die an chinesische Gärten erinnern. Wilde Ziegen knabbern am spärlichen Grün, springen ohne Vorwarnung über die Straße. Verdutzt schaut man zweimal, wenn die Nus de Corbata durchfahren wird. Die Straße macht hier einen Vollkreis, ein bisschen wie eine Achterbahn, bevor es weitergeht zur Schlucht Sa Calobra. Wasser, türkis und blau wie die Südsee, brandet gegen die Felsen. Durch einen Tunnel führt der Weg auf den Kiesstrand. Glasklar rollen die Wellen an Land, locken zum Baden. Aber selbst der argehärteste Schwimmer dürfte seine Schwierigkeiten haben, das Wasser ist eiskalt. Verlassen liegt der Anlegesteg, wo sonst die Boote aus Port de Sóller ankommen, verlassen die Terrassen der Restaurants.
In Serpentinen hinunter zum Kloster Lluc. Ein Ort der Stille und Besinnung. Vom nahen Internat das Lachen spielender Kinder. Die Gesangstunde der Blavets - Bläulinge genannt wegen blauen Kragen, ist leider vorbei. Eine CD von ihnen sucht man vergeblich im Souvenirladen. Stattdessen sind im Angebot: Wolljacken, Vasen in Fischform und Kräuterschnaps. Alles Dinge, die man dringend benötigt.
Wieder Serpentinen. Kurvenreich windet sich die Straße hinauf zum Cap Formentor. Steil stürzen sich die Felsen ins Meer, das sich tief ins Land eingeschnitten hat. Trotz der Sonne, ein leichtes Frösteln, denn der Wind pfeift um den äußersten Zipfel Mallorcas. Im Café am Leuchtturm eine gelangweilte Kellnerin. Ihre Gefühle schwanken zwischen einer Störung des Sonnenbades oder der angenehmen Unterbrechung eines langweiligen Nachmittags. Sie entscheidet sich für die Störung. Dafür entschädigt der Blick übers Meer zur Nachbarinsel Menorca.
Verschlafen liegen die Dörfer in der weiten Ebene. Bauern arbeiten auf den Feldern, es riecht nach frischer Erde und Kräutern. In der Umgebung von Llucmajor wieder Mandelbäume. Bei täglichen Temperaturen um 20°C haben sich die Blüten vollentfaltet, die ersten rieseln schon wieder zu Boden. Aber bald wird der Duft der Orangenblüten in der Luft liegen, dann blüht der Mohn, und dann ist wieder Februar.
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Mallorca hat eine Unmenge von Stränden aufzuweisen, so dass jeder hier noch ein Plätzchen finden kann, wo er sich wohlfühlt. Der Nachwuchs kann an den überwachten Stränden gefahrlos plantschen und erste Schwimmversuche machen. Wer es gern unterhaltsam mag, der ist bestens an dem lang gestreckten, breiten, goldfarbenen Sandstrand von S`Arenal bzw. an der Platja de Palma aufgehoben. Hier ist einiges los.
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