Malta: Die Insel der Ritter
Malta ist eine kulturelle Schatzkammer
Im Herzen des Mittelmeeres gelegen, ist Malta eine kulturelle Schatzkammer. Die Geschichte der kleinen Insel lässt sich 7000 Jahre zurück verfolgen. Phönizier, Römer, Araber - sie alle fassten einmal Fuß auf Malta. Einen besonders bleibenden Eindruck hinterließen die Ritter des Johanniter-Ordens: Sie erbauten die heutige Hauptstadt Valetta.
1530 schenkte Kaiser Karl V. dem damals heimatlosen Orden die kleine Insel. Als Gegenleistung erhielt er einen Malteser Falken pro Jahr. Nachdem die Streiter Gottes nur knapp den Angriff eines Sultans abgewehrt hatten, veranlasste Großmeister La Valette Planung und Bau einer uneinnehmbaren Festungsstadt. Das Resultat: Valletta, ein Monument barocker Baukunst. Die von den Rittern erbauten Kirchen, Paläste und Festungen sind noch heute zu sehen. Das Malteser Kreuz, Symbol des Ritterordens, findet sich überall: An Gebäuden, Keramiken und sogar auf Silberschmuck.
Trotz des kriegerischen Erbes widmeten sich die Johanniter auch den schönen Künsten. Das Manoel Theater etwa diente damals der "tugendhaften Unterhaltung". Das mag man nicht so recht glauben, sieht man die prachtvoll gestalteten Innenräume mit ihren barocken Verzierungen. Die Ritter selbst sind nicht mehr auf Malta. Seit 1834 ist der Orden in Rom ansässig und als geistlicher Ritterorden und Völkerrechtssubjekt erhalten geblieben. In über 100 Ländern kommt der Orden noch heute seinen humanitären Aufgaben nach. Die Spuren sind jedoch erhalten geblieben. Suchen sollte man immer, es lohnt sich jederzeit.
Der Sommer auf Malta ist angefüllt mit vielen Festen zu Ehren der Heiligen. Eingeleitet wird die Saison mit dem Feuerwerk-Festival, das traditionell Anfang Mai stattfindet. Wenn die Pyrotechniker im Hafen von Valletta das Lichterspektakel entfachen, tauchen Raketen die Dächer der Stadt in ein Meer aus bunten Farben. Ein unvergesslicher Anblick und zumindest an diesem Abend leuchtet Valletta von außen genauso wie von innen.
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