Malediven: Trubel in Malé
Auch Malé ist einen Besuch wert
Wer auf den Malediven seinen Urlaub verbringt, hat in der Regel vier gute Gründe: das Wetter, das Wasser, der Sand und die Ruhe. Doch auch anderweitig hat die Inselwelt unweit des Äquators viel zu bieten.
Eine Visite des Fischmarkts lohnt sich besonders am Nachmittag, wenn die Dhoni genannten, traditionellen Schiffe vom Fischfang zurückkehren. Der wichtigste Fisch der Region ist der Thunfisch, der für gewöhnlich den größten Teil des Fangs ausmacht. Die Fischer bringen ihre frische Beute in den Markt, verkauft wird direkt vom Boden weg. Der ist übrigens gefliest und wird mehrmals am Tag gereinigt.
Nirgendwo gibt es mehr Händler auf einem Fleck als auf dem Alten Bazar, auf dem es fast keine Atempause zu geben scheint. Hier herrscht stets Trubel, denn alles, was in der Hauptstadt angeboten wird, ist selbstverständlich auch hier zu haben. Und so schiebt sich tagtäglich eine bunte Menschenmenge durch die schmale Gässchen, handelt, kauft und verkauft und zückt die Landeswährung Rufiyaa oder die besonders willkommenen US-Dollars.
Besonders sehenswert: das Islamische Zentrum, dessen goldene Kuppel die Dächer der Hauptstadt majestätisch überragt. Der 1984 seiner Bestimmung übergebene Prachtbau besitzt eine Moschee, die Platz für 5.000 Menschen bietet. Darüber hinaus findet sich hier eine beeindruckende Bibliothek. Das Islamische Zentrum löste die so genannte Freitagsmoschee als wichtigstes klerikales Gebäude ab. Die im 17. Jahrhundert erbaute Moschee gilt wegen ihrer bemerkenswerten Bauweise weltweit als Meisterstück: die Wände bestehen aus filigran bearbeiteten Korallenblöcken.
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