12.12.2002

Bond, James Bond

40 Jahre im Dienste Ihrer Majestät

James Bond
Für Bond-Fans ist eine Reise nach Grossbritannien ein Muss: Nicht nur, weil man im Heimatland den "Spion Ihrer Majestät" besser feiern kann - sondern auch, weil man zu den Schauplätzen seiner Missionen pilgern kann. Und wann wäre eine Reise ins Reich des Doppel-Null-Agenten besser getimt als zum 40-jährigen Jubiläum des britischen Top-Spions? In London lebte schon der Vater von James Bond: In seinem Werk "Casino Royal" erweckte Ian Fleming 1953 den Spion zum Leben. Noch heute erinnert in der Londoner Ebury Street am Haus Nummer 22 eine blaue Plakette an den Schöpfer des Doppel-Null-Agenten. Bond-Fans, die der literarischen Spur folgen möchten, können wie Fleming im Ritz Hotel wohnen oder im "Scotts" dinieren - dem Lieblingsrestaurant Flemings in der Mount Street.

 

Die Originalschauplätze locken nach London, Newquay und Cornwall - immer in den Fussstapfen von 007. Ganze zwei Monate drehte man an dem legendären Speedboat-Rennen vom Hauptquartier des MI6 in Vauxhall zum Tower of London: Ein Spaziergang an der Themse, vorbei an Tobacco Dock und dem spektakulären Millennium Dome, erinnert an die fesselnde Szene aus "Die Welt ist nicht genug". Und im aktuellen Film "Die Another Day" landet Erzschurke Gusty Graves mit einem Fallschirm auf einer Pressekonferenz im Buckingham Palace. Die Bucht von Holywell bei Newquay dient dem nunmehr 20. James-Bond-Spektakel als nordkoreanischer Kriegsschauplatz. Auch das berühmte "Eden Project" in Cornwall - das grösste Gewächshaus der Welt - ist Kulisse des aktuellen Bond-Abenteuers.

 

Mit eigenem Agentenpass in der Werkstatt von Q herumschnuppern oder sich im Büro von M umsehen: Die Ausstellung "Bond, James Bond" im Londoner Science Museum lässt die Herzen aller Kinofans höher schlagen. Den technischen Raffinessen und Spezialeffekten der Leinwandklassiker konnte man noch nie so hautnah zu Leibe rücken. In der Ausstellung sind nicht nur Oddjobs messerscharfer Bowler-Hut, sondern etwa auch Rose Klebs todbringende Schuhe zu bewundern.

 

National Motor Museum - James Bond Boote
Wer kennt nicht den rasanten Auftakt aus dem Kino-Knüller "Golden Eye"? Bonds grauer Aston Martin DB5 hängt in einem halsbrecherischen Rennen auf den Serpentinenstrasse über Monte Carlo den gegnerischen Ferrari ab. Hier erlebt man das Ganze nochmals per Video - und steht danach direkt dem Original des Bond-Autos gegenüber, ausgestattet mit allerlei technischem Schnickschnack und einer Magnum Bollinger zwischen den Vordersitzen.

 

Auch die vielen Verfolgungsjagden zu Wasser werden gebührend gefeiert: 90 Meilen von London entfernt zeigt das National Motor Museum in Beaulieu bis Ende 2003 die hochfrisierten, spionagetauglichen Boote aus allen Bond-Filmen. Neben dem ersten Jet Ski der Welt aus "Der Spion, der mich liebte" und dem merkwürdigen "Bath-o-Sub" aus Diamantenfieber faszinieren vor allem das Amphibienfahrzeug aus "Die Welt ist nicht genug" und das Speedboat, das in "Leben und sterben lassen" einen Weltrekord im Weitsprung aufstellte.

 

Letzte Änderung: 12.12.2002
Medien (diese Seite): haes
Autor: haes

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