10.03.2004

Eine Stadt im Aufbruch

Portugals historische Metropole ist wieder Weltstadt

Torre de Belem
Lange Zeit schien die portugiesische Hauptstadt den Anschluss an den Rest Europas verpasst zu haben. Lissabon lag buchstäblich am Ende der Alten Welt. Doch inzwischen entwickelt sich die Stadt am Tejo, die viele für eine der schönsten Hauptstädte der Welt halten, zu einer modernen Metropole mit Kunst- und Kulturszene, einem lebendigen Nachtleben und vielfältigen Attraktionen. Ihren besonderen Charme hat diese historische Stadt dabei nicht verloren.

 

Ein buntes Nachtleben mit zahllosen Discos, Clubs und Kneipen - all das im Bairro Alto, der Oberstadt des alten Lissabon, in Häusern und Straßenzügen, die zum Teil noch aus dem 16. Jahrhundert stammen.

 

Nicht weniger lebhaft ist es im Chiado, dem alten Künstlerviertel, das nach dem Brand von 1988 inzwischen wieder im alten Glanz erstrahlt. Dazu eine Flaniermeile mit Bars, Cafes und hervorragenden Fischrestaurants direkt am Tejo, im alten Hafengebiet der Stadt. Und nebenan, in Richtung des Nobelviertels Belem mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten, darunter den berühmten Torre de Belem, trifft sich die internationale Schickeria, um das Nachtleben zu geniessen.

 

So präsentiert sich das altehrwürdige Lissabon heute seinen Gästen aus aller Welt. Nichts ist mehr zu spüren von der Stagnation vergangener Jahrzehnte, als Portugal isoliert am Rande Europas lag. Lissabon profitiert wie das ganze Land von der Annäherung an Europa. Mit der Weltausstellung, der EXPO 1998 zeigte sich die Stadt von ihrer modernsten Seite, die futuristischen Bauten der EXPO bereichern heute das Stadtbild von Lissabon.

 

Blick über Lissabon

Bei allen Modernisierungsbestrebungen hat Lissabon seine einmalige Ausstrahlung nicht verloren. Die zahlreichen Bauten aus der Zeit, als Portugal über ein Weltreich herrschte, ziehen noch immer Besucher aus aller Welt an. Das Castelo de Sao Jorge blickt von seinem Hügel auf die Stadt, der Torre de Belem wacht wie eh und je mitten im Tejo, und auch die ganz normalen Viertel, wie etwa das schachbrettartige Baixa, das nach dem Erdbeben von 1755 angelegt wurde, oder die engen, verwinkelten Gassen des Chiado, durch die sich die uralten Straßenbahnen zwängen, haben ihren ganz eigenen Reiz.

 

Dazu kommen neuere Baudenkmäler wie das monumentale Seefahrer-Denkmal in Belem, oder auch die neue, mehr als 17 km lange Brücke über die Tejo-Mündung. Lissabon ist darüber hinaus auch aufgrund seiner Shopping-Möglichkeiten interessant. Vor allem im Geschäftsviertel Baixa findet sich buchstäblich alles, was das Herz begehrt. Wer länger in dieser Stadt bleibt, wird zudem die Nähe zum Meer zu schätzen wissen. Im Westen und Süden der Stadt, in Richtung Peniche, Cascais, Estoril, Setubal oder Troia - überall findet der Besucher neben felsigen Steilküsten auch lange und mitunter menschenleere Sandstrände, die nach dem bunten Treiben Lissabons Ruhe und Erholung bieten.

 

Letzte Änderung: 10.03.2004
Medien (diese Seite): roku
Autor: roku

Drucken