Ländliches Morsum auf Sylt
Zwischen Wiesen, Feldern und Heide
Und noch ein Kliff: Neben dem Weissen und dem Roten Kliff hat die Insel noch ein drittes zu bieten. Das Bunte Kliff bei Morsum. Sylts erste Friesensiedlung bietet ein farbenfrohes Naturschauspiel und zeigt blauschwarzen Glimmerton, rostfarbenen Sandstein und weissen Kaolinsand. Von 10 Millionen Jahren Erdgeschichte vom Jungtertiär bis zur Eiszeit erzählen die drei Schichten.
Seit 1923 steht die 22 Meter hohe geologische Sehenswürdigkeit bereits unter Naturschutz. Rund herum erstreckt sich das 43 Hektar grosse Naturschutzgebiet Morsumer Heide. Es beheimatet Dünen- und Heidelandschaft, die einzig erhaltene Hügelgruppe aus der Wikingerzeit, seltene Pflanzen wie Zwergbirke, Sonnentau und Ährenlilie. Auf zwei markierten Wanderwegen kann man die Gegend erkunden. Morsum liegt weit von den Sylter Metropolen entfernt.
Der östlichste Ort besteht aus mehren Streusiedlungen, ist von fruchtbaren Böden umgeben und ländlich geprägt. Hier geht es beschaulicher zu als in Westerland oder Kampen. Aus dem 13. Jahrhundert stammt die leuchtend weisse St. Martin-Kirche. Wie das Morsumer Gotteshaus waren wohl auch die früheren Inselkirchen gestaltet. Zunächst ohne Kirchturm errichtet, hing die Glocke in einem offenen hölzernen Turm.
Informationen: Das Naturzentrum Braderup veranstaltet Ausstellungen, Vorträge, Führungen, Wattwanderungen durch Heide/Morsumer Kliff vom 1. April bis 31. Oktober, Telefon: 04651/44421. Kataloge, Informationen: Tourismus Service Westerland, Telefon: 04651/9980; Kampen: 46980; Wenningstedt/Braderup: 4470; Sylt-Ost: 3370; Rantum: 8070, Hörnum: 96260, List: 95200; alle Orte auf Sylt haben die Vorwahl 04651.
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