07.09.2005

Van Gogh zum 150.

Große Kunst

Vincent van Gogh wurde am 30. März 1853 in Zundert in der Provinz Noord-Brabant geboren. In diesem Landstrich verbrachte er nicht nur seine Jugend, sondern kehrte nach Aufenthalten in England und Frankreich auch immer wieder hierher zurück. So lebte und arbeitete er drei Jahre lang in Nuenen, dem Dorf, in dem neben Hunderten anderer Gemälde und Zeichnungen über das Brabanter Landleben auch eines seiner berühmtesten Werke entstand: "Die Kartoffelesser".

 

Regionaler Höhepunkt am letzten Juli-Wochenende: Dann wird am Vincent van Goghplein in Zundert eine Replik des Geburtshauses Van Goghs zu besichtigen sein. Die Fassade wird mit Dahlien geschmückt, die aus speziellen Blumenfeldern mit früh-blühenden Sorten in Van-Gogh-Farben stammen. Das Haus wird in der Nähe der Kirche stehen, in der der Vater des Malers Prediger war.

 

Vincent van Gogh Bild

 

Auch die Provinz Drenthe ehrt den Maler mit besonderen Jubiläumsveranstaltungen. Im Jahr 1883 lebte Van Gogh knapp drei Monate in Hoogeveen und Nieuw-Amsterdam - eine sehr ergiebige Schaffensperiode. Das Fähr- und Wohnhaus Scholte in Nieuw-Amsterdam wurde weit gehend in den ursprünglichen Stil zurückversetzt und ist damit das einzige von Van Gogh bewohnte Haus in den Niederlanden, das für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Zu sehen ist das Zimmer, in dem der Maler lebte und arbeitete. Im Erdgeschoss lädt das Gelagezimmer zu einer einfachen Mahlzeit oder einer Tasse Kaffee mit Rosinenbrot ein. Im Neubau befinden sich ein Informations- und Dokumentationszentrum sowie ein Museumsshop des Van Gogh Museums.

 

Das Van Gogh Museum in Amsterdam und das Kröller-Müller Museum im Nationalpark De Hoge Veluwe bieten neben den Ausstellungen zur 150. Geburtstagsfeier des Malers ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit themenbezogenen Lesungen, Wanderungen und Workshops für Kinder und Erwachsene. "Vincents Wahlverwandtschaften" bis 15. Juni 2003 ist die erste der beiden Hauptausstellungen, die das Van Gogh Museum dem Jubiläumsjahr des Künstlers widmet. Mit rund 200 Gemälden und Druckgrafiken von Künstlern, die Vincent begeisterten, wurde ein "Musee de Imaginaire" ganz nach dem Geschmack des Künstlers konzipiert.

 

Die zweite jubiläumsbezogene Ausstellung im Van Gogh Museum "Gogh Modern: Van Gogh und die zeitgenössische Kunst" wird vom 27. Juni bis 12. Oktober 2003 zu sehen sein und Arbeiten wichtiger Künstler nach 1945 zeigen, die sich in ihrem Schaffen wiederum vom Malergenie Van Gogh inspirieren ließen. Im Kröller-Müller Museum in Otterloo bei Arnheim wird mit der Jubiläumsausstellung "Vincent und Helene" bis 12. Oktober 2003 die Leidenschaft der Kunstsammlerin Helene Kröller-Müller für das Werk und die Person Van Gogh in Szene gesetzt. In vier Sälen wird chronologisch erzählt, wann und warum die rund achtzig ausgestellten Gemälde in ihren Besitz kamen. Neben der Hauptschau sind außerdem im Van der Velde-Flügel eine große Auswahl von Zeichnungen Van Goghs zu sehen.

 

Künstlerisch Begabten bietet das Museum zudem die Möglichkeit, im Rahmen eines ganztägigen Workshops Materialien und Techniken Van Goghs kennen zu lernen und auszuprobieren. Der Schwerpunkt der Motivwahl liegt wie bei Van Gogh auf Portraits, Stillleben und Landschaften. Das Kröller-Müller Museum mit einem der größten Skulpturengärten Europas befindet sich mitten im Nationalpark De Hoge Veluwe. Das Van Gogh Museum und das Kröller-Müller Museum, die die größten Van Gogh-Kollektionen der Welt ihr Eigen nennen dürfen, sind in diesem Jahr mit einem Pendeldienst verbunden. Von Februar bis Oktober fahren an jedem Wochenende Busse zwischen den Museen, so dass einem einzigartigen Van-Gogh-Tag nichts mehr im Wege steht.

 

Individuell können sich Reisende auf die 37 Kilometer lange "La Route Van Gogh" von Zundert nach Etten-Leur begeben, wo Vincent viele Motive verewigte. Es werden aber auch vom Tourismusverband Noordoost-Brabant zwei- bis viertägige Van Gogh-Arrangements angeboten, die zu den Stellen führen, die Vincent am meisten faszinierten.

 

Letzte Änderung: 07.09.2005
Medien (diese Seite): cleb
Autor: cleb

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