Luxor heisst auch Theben
Im Tal der Könige
Nur vor dem Hintergrund des damals vorherrschenden Jenseitsglaubens werden die Gräber und die verschwenderische Pracht der Ausstattung verständlich. Der Tod galt nur als ein Hinüberwechseln in eine andere Welt, in der die Verstorbenen im Stil des Diesseits weiterlebten. Daher die Balsamierung der Leichname, die reichen Grabbeigaben, die Statuen, Reliefs, Inschriften und Bilder. Einstiger Besitz und Lebensstandard sollten den Toten verfügbar bleiben.
Das Tal der Könige liegt geheimnisvoll und unwirklich eingebettet in die schroffen Gebirge Thebens. Über den letzten Ruhestätten thronen die steinernen Wächter - die Memnonkolosse. Sehenswert sind neben dem obligatorischen Besuch des Tut-ench-Amun-Grabes auch die Mahnmale für Ramses III. und Sethos I. Obwohl die Mumien und ihr Beigaben zum Schutz vor Plünderern in den Felsen bestattet wurden, ist keines der 65 bisher entdeckten Gräber unversehrt geblieben. Überall in den bis zu 300 Meter langen und 20 Meter tiefen Stollensystemen sind die Spuren von Grabräubern zu finden.
Weniger bekannt sind die zahlreichen Privatgräber der Adligen und das Tal der Königinnen. Hier, in einen Nebental, wurden vor allem die königlichen Kinder begraben. Besonders interessant: Das Grab der Nefertari, der Gemahlin Ramses II. Die Wandmalereien gelten als die schönsten in ganz Ägypten. Das Grab wurde vor einigen Jahren restauriert und ist jetzt nur noch für eine kleine Anzahl Besucher und kurze Zeit am Tag geöffnet. Zu einem Königsgrab gehört immer auch ein Totentempel. Traurige Berühmtheit erlangte der Tempel der Hatschepsut in Deir-el-Bahari, als hier 1997 islamische Terroristen ein Blutbad unter Touristen und Einheimischen anrichteten.
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