Ladakhs Klöster
Klosterfeste und Zeremonien
Mindestens einmal pro Jahr wird in den grösseren Klöstern Ladakhs ein Sandmandala hergestellt. Dabei wird verschiedenfarbiger Sand mit Hilfe von kleinen Röhrchen in fest vorgegebene geometrische Formen gestreut. Das Mandala ist einer Gottheit gewidmet, die symbolisch im Zentrum des Mandala in einem Palast wohnt. Der Fertigstellung folgen mehrere Zeremonien, bei der das Mandala aufgelöst und die Überreste in ein nahegelegenes Gewässer gestreut werden, was die Vergänglichkeit - ein Hauptthema der buddhistischen Philosophie - symbolisieren soll.
Manche Klöster, wie zum Beispiel das von Hemis, halten ihre Feste jedoch kurz vor oder nach der Erntezeit ab. Die Maskentänze haben eine jahrhunderte alte Choreographie und sollen den Zuschauern die Weisheiten der buddhistischen Lehre bewusst machen und so zu einem Leben ohne Ignoranz und Egoismus auffordern.
In Hemis sind die Maskentänze dem tibetischen Tantrameister Padmasambhava gewidmet, der im 8. Jahrhundert die buddhistische Lehre in ganz Tibet und Ladakh verbreitete. Hauptthema der Maskentänze ist der Sieg des Buddhismus über die alte animistische Bön-Religion. Es sind keine inszenierten Folklore- oder Kulturdarbietungen auf die man in Ladakhs Klöstern trifft, sondern Zeugnisse einer tiefen Verbundenheit des täglichen Lebens der Ladakhis mit der Religion des Buddhismus.
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