02.05.2000

Israel - ein Urlaubsland?

Zwischen Terror und Tourismus

Orthodoxe Juden
Praktisch seit der Gründung des Staates Israel bestimmen Kriege und bewaffnete Konflikte in der Weltöffentlichkeit das Bild des kleinen Landes am östlichen Mittelmeer. Der immer wieder ins Stocken geratende Friedensprozess im Nahen Osten, die jüdische Siedlungspolitik und die gewalttätigen Auseinandersetzungen mit den Palästinensern zählen seit vielen Jahren zum alltäglichen traurigen Standardrepertoire der Pressemeldungen.

 

Ist das gelobte Land, dieses Heilige Land, folglich ein Ort des Terrors und der Gewalt, ein trauriges Ideal dessen, wie man die "schönsten Wochen" im Jahr bestimmt nicht verbringen will? Viele werden sich diese Fragen erst gar nicht stellen - sie beziehen Israel schon bei der Urlaubsplanung einfach nicht mit ein. Verständlich, gibt es doch so viele schöne und politisch weniger brisante Urlaubsorte auf der Welt. Doch lohnt es durchaus, sich diese Frage - und andere Fragen - zu stellen. Wieviel von all dem ist in Israel wirklich zu spüren? Stimmen die phantasiegeladenen Bilder in unseren Köpfen überhaupt mit der Realität überein?

 
Orientalischer Markt in Israel
Wer zum ersten Mal nach Israel reist, wird überrascht sein, wie wenig von all dem man hier bemerkt. Begibt man sich nicht wider besseren Wissens in die Krisengebiete, die ohnehin für Touristen gesperrt sind, wird man wohl kaum je Spannungen zwischen Arabern und Juden zu spüren bekommen. Mögen sie auch vorhanden sein, dem flüchtigen Auge des Touristen entziehen sie sich. In den meisten Städten haben Juden und Araber eine ganz eigene Form des nebeneinander Lebens gefunden - die Notwendigkeit, miteinander auskommen zu müssen, spielt dabei eine grosse Rolle.

 

So gibt es in jeder Stadt jüdische und arabische Viertel, mit all den Charakteristika dieser so verschiedenartigen Völker. Für den Touristen ist dies nur von Vorteil, bietet sich ihm doch einerseits der typisch orientalische Flair und andererseits die stark religiös bestimmte, uralte jüdische Kultur. Beides wird in Israel sichtbar, und neben der Kultur hat Israel auch landschaftlich ebenso wie in Bezug auf Freizeit und Erholung viel zu bieten.

 

Letzte Änderung: 02.05.2000
Medien (diese Seite): kihi
Autor: kihi

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