Die Geschichte Marokkos
Von Edelmännern, Barbaren und Vandalen
Marokkos Geschichte beginnt lange vor der christlichen Zeitrechnung mit der Besiedlung des Gebietes durch die Berber. Bis heute ist die Herkunft dieses rätselhaften Volkes umstritten. Alten Überlieferungen zufolge sind sie die Nachfahren der Überlebenden von "Atlantis", des sagenumwobenen verlorenen Kontinentes. Sie selber verstehen sich als "Imazighen", als "freie, edle Männer". Der heute allgemein gebräuchliche Name Berber leitet sich von dem lateinischen Wort "Barbarus" ab, jener Begriff mit dem die Römer alle ausserhalb ihres Kulturkreises lebenden Völker als ungebildete Rohlinge kennzeichneten.
In den nun folgenden Jahrhunderten beherrschte von den Idrisiden über die Almoraviden eine Reihe von wechselnden Dynastien Marokko, bis schliesslich 1669 die Alawiten, die noch heute regierende Dynastie die Macht ergriff. Zeugen dieser wechselhaften Zeit sind die vier grossen Königsstädte Rabat, Fès, Marrakesch und Meknès.
Nach einem kurzen Gastspiel der Vandalen, die sich jedoch nur knapp 50 Jahre in den Städten Tanger und Ceuta behaupten konnten, erreichten die Araber um 700 n. Chr. auf ihrem Islamisierungszug das heutige Marokko. Sie nannten das Land Maghreb-el-Aqsa, "wo die Sonne untergeht", heute der offizielle Name Marokkos, und unterwarfen die aufständischen Berber bzw.islamisierten sie grösstenteils. In den nun folgenden Jahrhunderten beherrschte von den Idrisiden über die Almoraviden eine Reihe von wechselnden Dynastien Marokko, bis schliesslich 1669 die Alawiten, die noch heute regierende Dynastie die Macht ergriff. Zeugen dieser wechselhaften Zeit sind die vier grossen Königsstädte Rabat, Fès, Marrakesch und Meknès.
Im Zuge der Kolonialisierung des afrikanischen Kontinentes Mitte des 19. Jh. versuchte Frankreich, das 1834 bereits Algerien erobert hatte, seinen Einfluss auch auf Marokko auszudehnen. 1911 schliesslich wurden diese Ansprüche im Berliner Marokko-Kongo-Vertrag anerkannt und nur ein Jahr später erfolgte die Aufteilung des Landes in die Protektorate Französischmarokko und Spanischmarokko. Formal blieb jedoch der Alawiten Sultan Herrscher Marokkos.
Die Fremdherrschaft währte knapp 50 Jahre. Im März 1956 erlangte Marokko als eines der ersten Länder des Kontinentes die volle Unabhängigkeit von Frankreich und Spanien. Nach dem Tode Sultan Muhammad V. übernahm sein Sohn Hassan II. 1961 die Königswürde und leitete eine westlich orientierte Politik ein, die im gesamtarabischen Dialog eine erfolgreiche Mittlerrolle übernahm, aber viele innenpolitische Probleme nicht lösen konnte. Der neue König, Mohammed VI., hat umfassende politische und soziale Reformen angekündigt - am Westsahara-Konflikt wird sich erweisen, wie konsequent er diesen Kurs des demokratische Wandels verfolgt.
Urlaub wie Sie ihn planen