22.09.2003
Der Kaiserpalast in Peking
Grosses Zeugniss der Vergangenheit
Der Kaiserpalast, auch verbotene Stadt genannt, liegt mitten in der Stadt und ist von einem 50 Meter breiten Wassergraben und einer 10 Meter hohen Mauer umgeben. Der Kaiserpalast hat seine Ursprünge zu Zeiten der Yuan-Dynastie (1271-1368) und wurde vom Yongle-Kaiser der Ming-Dynastie im Jahre 1420 fertiggestellt. Etwa 500 Jahre regierten von hier aus verschiedene Kaiser der Ming- bzw. Qing-Dynastie China.
Durch vier Tore, die genau nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet sind, kann man das 720.000 Quadratmeter grosse Gelände des Kaiserpalastes betreten. Durch das südliche Haupttor (Wumen = Mittagstor) gelangt man zu den drei gewaltigen Thron- und Audienzhallen, die genau in Nord-Süd-Richtung hintereinander errichtet wurden.
Als erstes gelangt man in die "Halle der Höchsten Harmonie" (Thaihe Dian). Der kunstvoll geschnitzte goldfarbene Drachenthron ist hier zu bewundern. Weiter in Richtung Norden folgt die "Halle der Vollkommenen Harmonie" (Zhonge Dian), die dem Kaiser als Ruheraum diente. Daran anschliessend folgt die "Halle der Erhaltung der Harmonie" (Baohe Dian), der dem Kaiser als frühere Bankettsaal des Kaisers. Geht man weiter in Richtung Norden, so folgen die Wohnbereiche.
In den westlichen Palastteilen, in denen Kaiserinnen, Konkubinen und Prinzen wohnten, kann man heute noch Einrichtungsgegenstände der damaligen Zeit bewundern. Die östlichen Palastteile werden heute als Museum genutzt, in dem ein Teil der unermesslichen Kunstschätze ausgestellt wird. Der Kaiserpalast ist eins der interessantesten Zeugnisse aus Chinas Vergangenheit, das noch heute einen kleinen Einblick in die Lebensweise der damaligen Zeit erlaubt.
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