Buckingham Palace
Stolz des Empires
Vielleicht wäre alles anders gekommen, hätte das damals besser geklappt mit der Seidenraupenzucht. Doch so wurde aus dem Nutzgarten in der Mitte Londons die Residenz der Royals: Buckingham Palace.
Im Jahr 1763 nämlich erwarb die Königsfamilie das Gelände und baute ihren königlichen Palast. Queen Victoria war 74 Jahre später die erste Monarchin in den grosszügigen Räumlichkeiten von Buckingham Palace. Manche der über 600 Zimmer dürfen heute von Touristen besucht werden: Die Queen's Gallery mit der privaten Gemäldesammlung der Königin etwa, oder die State Rooms, Besuchsräume der Königsfamilie. Doch die grösste Attraktion wartet vor den Toren des Palastes:
Wer im 11. Jahrhundert den düsteren Tower of London besuchte, tat das nicht immer freiwillig. In den Kerkern der Festungsanlage in der City wurden sogar Könige und Thronfolger gefoltert und hingerichtet. Das an den Ufern der Themse gelegene Areal wird von mehreren Festungsringen geschützt und erstreckt sich über eine Fläche von knapp sieben Hektar. Diente das ehrfurchtgebietende Gemäuer einst als Monument weltlicher Macht, gilt es heutzutage mit seinen diversen Sammlungen und Ausstellungen als Ort des gepflegten Grusels - und als Hort der weltberühmten Kronjuwelen.
Direkt in die Zukunft führt ein Besuch der Docklands, Londons architektonisch aufsehenerregender Vision von schöner wohnen. Die Hafenanlage am Nordufer der Themse, übrigens die grösste europaweit, wurde in den Achtziger Jahren zur Spielwiese experimentierfreudiger Städteplaner. Und so lohnt das Sightseeing schon allein wegen der spektakulären Büro- und Appartementbauten sowie der grosszügigen Grünflächen. Highlight, und zwar im wahrsten Sinn des Wortes: Canary Wharf Tower, wirtschaftliches Zentrum der Docklands und mit 237 Metern das höchste Gebäude Groß-Britanniens.
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