21.02.2003
Alte Pracht
Glanzvolle Schönheit
Eigentlich ist ganz St. Petersburg ein riesiges Museum. Die Moika, ein Flüsschen, windet sich durch die Altstadt. Früher wohnten hier die reichsten Familien Russlands, heute haben sich Botschaften und Konsulate einquartiert, eine Wohnung hier ist für russische Durchschnittsverdiener mit meist nicht mehr als 200 bis 300 Euro Monatseinkommen schlicht unerschwinglich. 150 Paläste säumen die Strassen, die 68 Kanäle und drei Flüsse, die die Stadt durchziehen. Bauherren mussten strenge Regeln einhalten für die Fassaden, die Fenster und die Höhe der Bauten - nur die Kirchen durften den Winterpalast überragen.
Das tun sie auch, besonders die Isaaks-Kathedrale mit ihrer strahlenden Kuppel und die Erlöserkirche, die wie aus einem russischen Bilderbuch wirkt. Die Nikolaus-Marine-Kathedrale leuchtet nicht nur golden, sondern auch leuchtend blau in der Ferne. Übrigens hört man beim Besuch eines Gottesdienstes dort gratis den Kirchenchor - einen der besten Chöre Russlands. Der strikten Bauordnung verdankt Petersburg sein einheitliches Bild. Zumindest im historischen Zentrum fühlt man sich versetzt in eine frühere Zeit.
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