Olivenöl: Flüssiges Gold
Nicht nur Feingeister schwärmen vom "flüssigen Gold"
Fünf Jahre dauert es, bis ein Olivenbaum zum ersten Mal erblüht. Und mehr als acht Liter Öl pro Baum darf man nicht erwarten. Gepresst wird grundsätzlich kalt, Wärme würde das Öl nur verderben. Welche Qualität ein Öl besitzt, erkennt der Käufer schon am Namen.
Am exklusivsten ist das so genannte "Tropföl". Bereits vor der ersten Pressung rinnt es aus der zerkleinerten Olive. Das milde und fruchtige Aroma macht es besonders bei Feinschmeckern so beliebt. Und die aufwändige Gewinnung sowie der geringe Ertrag rechtfertigen den hohen Preis. Aus der ersten Pressung entsteht das "Native Olivenöl Extra" – der Name steht für Top-Qualität. Es muss unbehandelt sein und darf nicht mehr als ein Prozent freier Fettsäuren besitzen; Je weniger, desto besser. Aus der zweiten Pressung entsteht das "Native Olivenöl". Hier sind bis zu zwei Prozent freier Fettsäuren erlaubt.
In Sachen Geschmack ist das Öl der Olive so facettenreich wie Wein. Fruchtig-mild oder herb, hell oder dunkel – das Angebot ist groß. Was letztlich aus der Presse läuft, hängt von vielen Faktoren ab: Sorte, Anbaugebiet, Erntezeit und Klima. Und wie beim Wein lassen sich auch die Jahrgänge unterscheiden. Darum kann es ein Weilchen dauern, bis jeder wirklich "sein" Olivenöl gefunden hat.
Doch Olivenöl schmeckt nicht nur hervorragend - es stärkt auch die Gesundheit. Es senkt den Cholesterin-Wert, stärkt das Immunsystem, fördert die Verdauung und ist gut für Herz und Kreislauf. Verschieden EU-Studien bestätigten, dass die Menschen rund ums Mittelmeer eine besonders hohe Lebenserwartung haben. Damit nicht genug: In wissenschaftlichen Untersuchungen konnte zudem die krebspräventive Wirkung des Olivenöls nachgewiesen werden.
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