25.05.2005

Caffè - typisch italienisch

Mit Schuss oder ohne

Tasse Espresso
Im Café erkennen Italiener Touristen an der Bestellung. Denn kein Einheimischer ordert Espresso, sondern Caffè. "Espresso" beschreibt lediglich die Zubereitungsweise, bei der fast kochend heißes Wasser mit Hochdruck durch das Kaffeepulver gepresst wird. Das sorgt für ein besonders intensives Aroma und für einen geringen Koffeingehalt. Und das Ganze geht eben in einer "macchina da caffè espresso" vonstatten. Bei dieser Prozedur verbünden sich auch die ätherischen Öle mit dem Wasser und ergeben im besten Fall eine "crema", die wie der Rahm auf der Milch die Oberfläche des Caffès krönt. Ihn trinkt man schwarz oder mit etwas Zucker. Und am besten ohne viel Federlesen - eins, zwei Schlucke, und fertig.

 

Je nach Gusto gibt es den Caffè als "Doppio", was zum einen die doppelte Menge, zum anderen einen Caffè mit mehr Pulver meint. Wer einen "Lungo" ordert, bekommt einen Caffè, der mit mehr Wasser zubereitet wurde, das Gegenteil, ein hochkonzentrierter Schluck Wachmacher ist der "corto". Und der "Americano" ist ein fertiger Caffè, auf den Wasser aufgegossen wird.

 

Kaffeebohnen
Kleiner Schwarzer mit Schuss: Der Caffè Coretto wird wie Caffè hergestellt und zusätzlich mit einem Schuss Grappa, Cognac, Anis oder Sambuca verfeinert. Man serviert ihn wie das Original in einer kleinen Tasse. Café Caramel besteht aus Espresso, aufgegossen mit heißer Milch, dazu ein Schuss Karamelsirup, stilecht aus dickwandiger und etwas größeren Tassen.

 

Der Cappuccino ist ein Caffè mit etwas mehr Wasser und geschäumter Milch, bestreut mit etwas Kakaopulver. Getrunken wird er aus einer größeren und dickwandigeren Kaffeetasse, denn darin bleibt er lange heiß. Puristen trinken ihn nur zum Frühstück.

 

Latte Macchiato: Der helle Italiener ist angesagter denn je. Und so wird er zubereitet: aufgeschäumte Milch in ein großes Glas oder einen Becher füllen, vorsichtig einen Caffè darauf gießen und mit Milchschaum garnieren. Optisch ergeben sich dadurch drei Schichten: unten heiße aufgeschäumte Milch, in der Mitte Espresso und oben die Haube aus Milchschaum. Dieser Effekt kommt am besten in einem hohen Glas zur Geltung, dazu gehört ein langstieliger Löffel.

 

Weniger spektakulär, aber nicht minder genussvoll: Caffèlatte, der klassische Milchkaffee. Erst den Caffè in die Tasse, dann die Milch langsam hinzugeben, so dass kaum oder gar kein Schaum dabei entsteht.

 

Letzte Änderung: 25.05.2005
Medien (diese Seite): alba
Autor: alba

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