25.05.2005

Basilikum

Erotisch & aromatisch

Basilikum
Es ist das Kraut der Könige und zugleich das vielleicht demokratischste Grün Italiens, denn es ist wohl in jedem Haushalt von Südtirol bis Sizilien zu finden: das Basilikum. Riecht gut, schmeckt gut und ist so vielfältig zu verwenden. Seit mehr als 4.000 Jahren wird Basilikum als Gewürz verwendet. Von Indien aus gelangte es über Persien in den Mittelmeerraum und wurde schnell als Arznei-, Gewürz- und Zierpflanze genutzt. Im Mittelalter sendeten entflammte Herren via Basilikum ihre erotischen Wünsche. Wer ein Sträußchen des aromatischen Grüns überreichte, wollte Sex, und zwar pronto.

 

Heutzutage gibt es mehr als 60 verschiedene Sorten, die sich in Geschmack, Aussehen und Größe stark unterscheiden. Es gibt Basilikum mit Noten von Anis, Zimt, Kampfer, Zitrone oder Melisse. Der Klassiker ist und bleibt jedoch das gemeinhin als Französisches oder Europäisches Basilikum bekannte Kraut. Wegen seines typischen zwischen Süße und würziger Schärfe balancierenden Geschmacks lässt es sich ideal mit sanft aromatischen Ingredienzien kombinieren.

 

Da Kochen das empfindliche Aroma zerstört, streut man gehackte oder gezupfte Basilikumblätter in der Regel über kalte oder warme Speisen. Beispielsweise über Insalata Caprese aus Tomatenscheiben, Mozzarella, Olivenöl und Aceto Balsamico. Ohnehin ist die Verbindung zwischen Basilikum und Tomaten ein wahrer Glücksfall - ob nun kalt oder zu Saucen, gern auch mit Oliven, Kapern oder Knoblauch. In einer Minestrone, der traditionellen Gemüsesuppe, darf das Gewürz ebenso wenig fehlen. Und weil Basilikum nicht nur eine hervorragende erste Geige spielt, sondern sich auch harmonisch einfügt, taucht es in unendlich vielen Rezepten von der Kartoffelsuppe über Lamm- und Hackbraten bis zu Käse und Quark auf. Einzigartig vor allem aber ist Basilikum als wesentliches Element in grünen Soßen.

 

Pizza mit Basilikum

 

Pesto alla Genovese
Einfach gut: der Klassiker unter den Pesti. Die Zutaten: 5 Knoblauchzehen, 50 g Pinienkerne, 50 g Pecorinokäse, 100 g Parmesankäse, 3 Bund Basilikumblätter, eine Prise weißer Pfeffer, 1/4 Liter kaltgepresstes Olivenöl. Den Knoblauch schälen und klein würfeln, die grünen Kerne der Zehen entfernen. So ist der Knoblauch ein wenig milder. Anschließend die Pinienkerne grob hacken und gemeinsam mit dem Knoblauch in einem Mörser zerstoßen. Parmesan und Pecorino, beide am Stück, fein reiben. Basilikumblätter von den Stängeln zupfen und zerkleinern. Alle Zutaten in den Mörser geben, nach und nach das Olivenöl dazu geben und solange bearbeiten, bis eine cremige Paste entsteht. Diese zu heißer Pasta servieren, etwa Spaghetti, Bavette oder Penne.

 

Letzte Änderung: 25.05.2005
Medien (diese Seite): fabi
Autor: fabi

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