03.05.2001

Die königliche Charente

Auf dem "schönsten Bach des Reiches"

Triumphbogen in Saintes
Schon König Franz I. nannte die Charente den schönsten Bach seines Reiches. Dabei ist sie ein richtiger Strom, von der Quelle bis zum Meer legt sie 360 Kilometer zurück. Sie ist vom Atlantik bis Angoulême auf rund 170 Kilometern schiffbar. Man kann flussaufwärts ins Land oder flussabwärts zum Meer fahren.

 

Erste Station ist Rochefort, ein historischer Militärhafen. Die Corderie Royale, die Königliche Seilerei, beherbergt das Internationale Meereszentrum. Etwas weiter bietet Port d’Envaux einen idealen Anlegeplatz.

 

Ein Stück landeinwärts überragt das Schloss von Taillebourg auf einem Felsvorsprung das Dorf und das Tal. Port Berteau lockte einst Maler wie Corot und Courbet an: Sie bannten Landschaft und Licht auf die Leinwand. In Saintes gibt es ein römisches Amphitheater und alte Gemäuer zu sehen: Die Stadt war im Mittelalter eine Etappe auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela.

 

Das nächste Ziel ist Cognac. Das Boot fährt vorbei an Destillerien und alten Chais, den Cognac-Lagern. Ihre Dächer sind geschwärzt von der Alkoholverdunstung. Bei einem Bummel lohnt der Blick in eine der Kellereien, in denen Cognac und Pineau reifen und zu einer Kostprobe verführen. Wenn man etwas tiefer ins Glas geschaut hat, hilft ein Bad im klaren Wasser der Charente, sich wieder frisch zu fühlen. Letzte Station einer Hausbootfahrt auf der Charente ist Angoulême mit seiner malerischen Altstadt. Die Schiffsroute endet - ab hier gehört der Fluss Wasservögeln und Fischen.

 

Letzte Änderung: 03.05.2001
Medien (diese Seite): anwi
Autor: anwi

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