14.07.2005
Geformtes Land in Zentralanatolien
Feenkamine aus Tuff und Vulkan
Vor etwa 30 Mio. Jahren entstand durch das Zusammenwirken mehrerer nebeneinander liegender und aktiver Vulkane das Tuffsteingebiet Kappadokien. Zur Zeit ihres Tätigwerdens soll das Gebiet einige Male von Lava und Asche bedeckt gewesen sein. Die Oberfläche war Sonne, Winden, Wasser und Frösten ausgesetzt. Dabei haben sich die harten Tuffschichten über die weichen Schichten gelegt. So bildeten sich durch die Witterungseinflüsse die unwirklich aussehenden Feenkamine, die durch seitliche Erosion das Aussehen eines Pilzes erhalten haben. Sie sind charakteristisch für Kappadokien. Die Färbung des Gesteins ist mit der unterschiedlichen Art und Menge der Metalle, die wiederum verschiedene Oxidationsprozesse bewirken, zu erklären.
Seit mehr als 5000 Jahren ist Kappadokien von Menschen bewohnt, die sich die leichte Formbarkeit des Gesteins zunutze machten. Im 6. und 8.Jahrhundert errichteten Christen Wohnungen, Klöster und Kirchen in schwer erreichbaren Felsgebieten. In der Weite der Erosionslandschaft zwischen Erciyas und dem Hasan-Vulkan entstanden insgesamt 36 unterirdische Städte, die bis zu 55 Meter tief waren. Im Sommer sorgten sie für Kühle, in den kalten Wintern spendeten sie genügend Wärme. Drei der unterirdischen Städte (Derinkuyu, Kaymakli, Özkonak) sind heute für den Reisenden begehbar.
Beiträge zu " Kappadokien "