10.08.2009

Kairo: Das Tor zum Orient

Mittler zwischen Christentum und Islam

Kairo, Mittler zwischen Christentum und Islam. Die Hauptstadt Ägyptens ist seit über tausend Jahren geistiges Zentrum mit der weltberühmten Universität an der Al-Azhar-Moschee. Vom Aussichtsrestaurant des Kairo Tower sieht man die Lebensader der Stadt, den Nil. Und die Wüste. Sie umgibt Kairo wie ein Saum - und verheißt Ruhe, die in der Metropole mit ihren 16 Millionen Einwohnern kaum zu finden ist.

 

Kairo: Das Tor zum Orient
Brodelndes Treiben, wohin man sich auch dreht. Hupende Autos, lärmende Geschäftigkeit. Busse, Taxis und Laster, dazwischen fliegende Händler, unentwegt auf der Suche nach Kundschaft. Voller Leben zeigt sich gerade das alte Kairo: Kleine Straßen und der türkische Basar Khan el-Khalili, Läden mit bunt zusammen gewürfelten Sortimenten, dicht besetzte Teestuben und fremde Gerüche. Basare und Märkte bieten die interessantesten Einkaufsmöglichkeiten. Handeln ist hier ein Muss. Feilschen ist für Ägypter wie ein Spiel und die Einladung zu einer Tasse Tee ist eine der beliebtesten Gesten, einen Handel zu beginnen. Europäer können aber beruhigt sein: Feilschen verpflichtet nicht zum Kauf.

Kairos U-Bahn, die erste der arabischen Welt, ist einmalig für diese Stadt. Sie funktioniert, ist sauber und gut organisiert, schnell und nur selten überfüllt. Wenn einem der Lärm der Stadt zuviel wird, sollte man nach dem Symbol „M“ Ausschau halten und in den Untergrund gehen. Der erste Wagen jedes Zuges ist übrigens für Frauen reserviert. Achtung: Die Fahrkarte gut aufheben. Beim Ausgang wird sie gebraucht. Mit der U-Bahn lassen sich die Sehenswürdigkeiten Kairos relativ stressfrei erfahren.

Ein Muss für Kairo-Besucher: Die Besichtigung der Sultari-Hassan-Moschee aus dem 14. Jahrhundert mit ihrer 55 Meter hohen Kuppel, dem 24 Meter hohen Hauptportal und dem 86 Meter hohen Minarett. Auch die El-Moayad-Moschee, die Blaue-Moschee und die Amr-Moschee sind sehenswerte Beispiele arabischer Baukunst in Kairo.

 

Wer den hektischen Alltag hinter sich lassen möchte, findet in Stille in der ägyptischen Wüste - Abenteuer inklusive. Unvergesslich: Ein Kameltrekking durch den Sinai. Die Halbinsel bezaubert mit ihrer wilden Schönheit. Enge Wadis, ausgetrocknete Flussläufe, und Schluchten in den verschiedensten Farbtönen wechseln sich ab mit steil aufragenden Bergen aus dunklem Granit und Schiefer. Bizarre Sandsteinformationen und verwehte Dünen aus weißem Sand machen den Blick frei für grüne Oasen mit Dattelpalmen.

 

Ägypten Dromedar

 

Auf dem Rücken eines Dromedars durch die Wüste getragen zu werden ist ein erhabenes Gefühl – auch wenn der schaukelnde, wiegende Gang zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist. Der Tag beginnt mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen und endet nach einem glutroten Sonnenuntergang und einer schmackhaften Mahlzeit am Feuer, geschlafen wird unter freiem Himmel. Vor unerwarteten Regengüssen muss sich niemand fürchten. Im Sinai gibt es durchschnittlich drei Regentage pro Jahr. Im Sommer wird es tagsüber bis zu 40 Grad Celsius heiß, in den Wintermonaten geht es bei angenehmen 25 Grad auf den Seelentrip.

 

Letzte Änderung: 10.08.2009
Medien (diese Seite): fabi
Autor: fabi

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