06.06.2002

Von Sushi bis Teppanyaki

Ein kulinarischer Überblick

Plastiknachbildungen der Speisen in japanischen Restaurant
Hat man die Handhabung der Stäbchen erst einmal perfektioniert - was übrigens schneller geht als man denkt - erschliesst sich das weite kulinarische Spektrum Japans. Auch wenn es in japanischen Metropolen möglich ist, internationale Speisen in feinster Qualität zu konsumieren, soll im Folgenden die typisch japanische Küche vorgestellt werden, die sich nicht nur auf die Zubereitung von Reis und Fisch beschränkt. Gerade in Japan isst das Auge immer mit, was sich in oft kunstvollen Speisenarrangments zeigt. Dass es in Japan nur teure Restaurants gäbe, ist ein Vorurteil.

 

Ist das Preisspektrum nach oben auch scheinbar unbegrenzt, so gibt es sehr wohl Restaurants, welche ausgezeichnete Qualität in typischer Atmosphäre zu moderaten Preisen bieten. Das Sprachproblem bei der Bestellung gibt es in der Regel nicht, da die meisten Lokale täuschend echte Plastiknachbildungen der Speisen in ihren Auslagen präsentieren, ein kleiner Fingerzeig genügt. Fisch, welcher täglich über Tokyos berühmten Fischmarkt in Tsukiji frisch angeliefert wird, wird in der Regel roh konsumiert, in Soja Sauce getaucht in Form von Sushi oder Sashimi (ohne Reisbällchen).

 

Besucht man ein typisch japanisches Trinklokal (izakaya), welche durch die Lampions beim Eingang erkennbar sind, offenbart sich neben dem Blick auf gesellige Runden von Japanern ein breites Spektrum typischer Imbisse. Verschiedene gegrillte Fische oder Hühnerspiesschen (yakitori) schmecken mit einem guten kalten japanischen Bier oder trockenem Sake (Reiswein). Besonders die preiswerten Yakitoribuden in der Nähe der Stationen Shinjuku und Yurakucho in Tokyo beeindrucken mit ihrem improvisiert anmutenden Ambiente.

 

Lampions beim Eingang eines japanisches Trinklokals (izakaya)
Auch Nudeln stellen einen Hauptbestandteil der japanischen Kost dar. Entweder in Form von Ramen, heißen suppenähnlichen Nudelgerichten, welche von der chinesischen Küche übernommen wurden, oder als Soba, kalten Nudeln, die besonders in den heißen Sommermonaten beliebt sind. Das laute Schlürfen der langen Nudeln ist dabei ausdrücklich gestattet, es zeigt sogar, dass es schmeckt.

 

Wer glaubt, dass Rind- und Schweinefleisch nicht auf dem japanischen Speisezettel zu finden sind, der irrt gewaltig. Durch den koreanischen Einfluß gibt es eine Unmenge an Restaurants, in denen man selbst direkt am Tisch Fleischstreifen mit Gemüse grillt. In den japanisch verfeinerten Teppanyaki-Restaurants übernimmt diese Funktion oft ein Koch - diesen bei der Zubereitung zu beobachten ist ein wahrer Genuss. Besonders die großen japanischen Hotels in Tokyo (Okura, Ana,...) bieten in ihren Restaurants zur Mittagszeit günstige, typische Menüs. Am Abend soll man sie aufgrund der erhöhten Preise jedoch eher meiden.

 

Eine japanische Besonderheit stellen auch die vielen lokalen Spezialitäten dar. Fast jede Stadt hat eine ihr zugeordnete kulinarische Besonderheit. Bei einer Reise durch das Land empfiehlt es sich, einen Blick dafür zu entwickeln, der Gaumen wird es danken.

 

Letzte Änderung: 06.06.2002
Medien (diese Seite): kuha
Autor: kuha

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