Sizilianische Baukunst
Griechische und arabisch-normannische Einflüsse
Überall auf Sizilien finden sich zum teil besser erhaltene Tempel, Theater und Kultstätten als in ganz Griechenland. Wie z.B. bei Agrigent das Tal der Tempel oder bei Selinunte Reste einer Griechischen Stadt. Nach dem 1. Punischen Krieg im Jahre 241 vor Chr. begann dann die römische Herrschaft. Die Römer nutzten Sizilien, der grossen Fruchtbarkeit wegen, als Ihre Kornkammer.
Die Mächtigen und Reichen des Römischen Reiches erkannten bereits die Schönheit der Insel und errichteten sich auf Sizilien herrschaftliche Sommerresidenzen. Ein noch gut erhaltenes Beispiel hierfür ist die Villa Casale bei Piazza Amerina mit ihren prachtvollen Bodenmosaiken. Über 1000 Jahre war Sizilien römisch bis dann im Jahre 827 nach Chr. die arabische Herrschaft begann. Seit dieser Zeit wachsen hier Zitronen. Bereits im Jahre 1061 wird die arabische Herrschaft durch die normannische abgelöst.
Die religiöse Toleranz dieser Zeit führt dazu, dass sich kulturelle Elemente der arabischen und der christlichen Welt mit einander verbinden. Überwältigende Beispiele hierfür sind die Capella Palatina in Palermo, die Normannen-Kathedrale in Monreale und der Normannen-Dom in Cefalu. Nach der Regentschaft der Staufer (Heinrich VI und Friedrich II) von 1194 bis 1266 wechseln in kurzer Folge die Herrschaften aus Aragon, der Savoyer, der Habsburger, der Bourbonen und der Garibaldis.
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