06.11.2000

Meisterhafte Hände auf Bali

Kunsthandwerk mit neuem Schwung

Kunsthandwerk auf Bali
Die Tempelanlagen auf Bali können vielleicht nicht mit den phantastischen Ausgestaltungen in Thailand konkurrieren, so bleiben sie trotzdem Freilichtmuseen der künstlerischen Meisterschaft balinesischer Steinmetze. Im Gegensatz zu ihren Kollegen der holz- und edelmetallverarbeitenden Zünfte arbeiten die Steinmetze bis heute fast ausschließlich für den einheimischen Bedarf. Und der ist hoch.

 

Das Klima der Insel sorgt dafür, das an den Tempeln ständig Figuren restauriert oder ausgewechselt werden müssen. Als „Andenken“ für den Durchschnittstouristen sind die steinernen Meisterwerke leider etwas zu schwer. Anders sieht es bei den Holz- und Maskenschnitzern aus. Deren Gewerbe hat durch wachsende Touristenströme einen enormen Aufschwung genommen. Ganze Dörfer sind mittlerweile damit beschäftigt, billige Masken und einfache Schnitzereien zu produzieren, die als beliebte Souvenirs ihre Reise in die ganze Welt antreten. Trotzdem gibt es auch weiterhin meisterliche Könner im Gebiet um Singapadu, die weiterhin traditionelle Masken für die rituellen balinesischen Tänze herstellen. Da zählt nur erstklassige Arbeit und ebensolches Material. Denn die Götter akzeptieren keinen Pfusch.

 
Kunsthandwerk auf Bali
Das kleine Dorf Celuk unweit der Hauptstadt Denpasar gilt als das Zentrum balinesischer Silberschmiede. Kunstvoll gearbeitete und filigran verzierte Silberarbeiten verlassen die Werkstätten der Meister, die ihre Kunst über Jahrhunderte an Fürstenhöfen erlernten und von Generation zu Generation perfektionierten. Möglichkeiten Meistern der verschiedenen Gewerke über die Schulter zu schauen, gibt es reichlich.

 

Kunsthandwerk gehört zu den Höhepunkten eines Bali-Urlaubs, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

 

Letzte Änderung: 06.11.2000
Medien (diese Seite): axel
Autor: axel

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