25.05.2005
Ischia - Insel der Thermalquellen
"Isola Verde" und ihre fruchtbare Vulkanerde
Ischia ist mit 46 Quadratkilometern die grösste Insel im Golf von Neapel und zählt knapp über 45.000 Einwohner. Ihren Beinamen "Isola Verde", grüne Insel, verdankt Ischia der fruchtbaren Vulkanerde. Die Temperaturen sinken hier auch im Winter meist nicht unter 8 Grad und die Sonne scheint hier fast 240 Tage im Jahr. Besonders die zahlreichen heissen Thermalquellen im Norden sind das Hauptziel der Touristen, die hier Kuren machen wollen. Die Quellen sprudeln ganz verschieden, wärmer oder kühler aus dem Felsen, je nachdem wie lang und welcher Art ihr unterirdischer Verlauf ist. Die meisten enthalten Alkali- und Schwefelsalze, manche auch Jodsalze. Hauptziele der Kurgäste sind der relativ moderne Ort Casamicciola Therme und der exklusivere Ort Lacco Amenco. Hafen und grösstes Zentrum der Insel zugleich ist Ischia Porto, der mondäne und neuere Teil von Ischia.
Am Kai reiht sich heute Taverne an Taverne. Das lebhafteste Treiben findet hier statt und scheint in den warmen Sommernächten nicht enden zu wollen. In der Via Roma, die in den Corso Vittoria Colanne übergeht, laden zahlreiche Strassencafes zum Verweilen ein, ebenso die vielen Restaurants. Es gibt auch eine Menge ausgefallener und eleganter Geschäfte hier.
Der alte Stadtkern, Ischia Ponte, liegt mit seinen verwinkelten Gassen und kleinen Häusern am äussersten östlichen Ende der Insel. Imposant ist das Castello Aragonese, zu dem man über eine schmale Brücke gelangt. Es ist in den Monaten März bis Oktober zur Besichtigung freigegeben. Mit einem Aufzug oder zu Fuß durchquert man einen 475 Meter langen Tunnelgang, ein Erlebnis für sich.
Das malerische Sant' Angelo, ehemals ein Fischerdorf, liegt im Süden und ist nach wie vor ein beliebtes Ausflugsziel. Von schmalen Treppen und Gassen durchzogen, hat das Dorf seinen Charme noch bewahrt und besticht durch seine pastellfarbenen Häuserkuben. Hier befindet sich auch einer der schönsten Sandstrände, die "Spiaggia dei Maronti". Sehenswert ist auch der Ort Forio, an der Westküste der Insel. Sein mittelalterlicher Kern ist fast ganz erhalten geblieben. Zahlreiche Wege ins Landesinnere laden zum Wandern und Spazierengehen ein. Auf Ischia fühlen sich Kurgast, Wanderer oder Sonnenanbeter gleichermassen wohl.