13.06.2002

Insel mit Eiskappe

Island - zu Besuch bei Elfen und Trollen

Geysir in Island

 

Elfen - das sind winzige Zauberwesen mit diffizilen Flügelchen und Hüten aus Blütenblättern von denen man Kindern erzählt. In Deutschland. In Island dagegen glauben 54% der Bevölkerung an Elfen, Trolle und andere unsichtbare Gestalten. Kein Wunder, denn auf der Insel im nördlichen Atlantik funktioniert schliesslich vieles, was anderswo schlichtweg unmöglich wäre: Die grossen Gletscher strahlen Ruhe und Gelassenheit aus, erlauben es waghalsigen Touristen sogar, sie mit wendigen kleinen "Snowscootern" zu befahren oder mit dem Hubschrauber auf einem Plateau zu landen.

 

Direkt daneben: Vulkane, die stets leise vor sich hinbrodeln, bereit zum nächsten Ausbruch. Und noch mehr ist seltsam in Island: Der kleine Geysir Strokkur ("Butterfass") spuckt alle 5 Minuten eine 20 Meter hohe Wassersäule in die Höhe, sein grosser Bruder "Geysir" brachte es zu besten Zeiten sogar auf 60 Meter. Ein Bad im 40 Grad warmen Heilwasser der blauen Lagune nahe der Hauptstadt Reykjavik heilt seltene Hautkrankheiten.

 

Fluss in Island
Und in der zweitgrössten isländischen Stadt Akureyri hält das heisse Grundwasser den Boden der Fussgängerzone im Winter eisfrei. Wen wundert es also, dass die Isländer an Fabelwesen glauben? Und sogar ihre Strassen grossräumige Bögen um Hügel schlagen lassen, auf denen unsichtbare Elfenhäuser stehen? Strassen gibt es auf Island ohnehin nicht viele: eigentlich nur die grosse Ringstrasse, die wie ein Gürtel die ganze Insel umschliesst und auf der die grossen Busse verkehren, (die die wenigen Dörfer und Gästehäuser einmal täglich abklappern). Und die Überlandroute durch die unwegsame Geröllwüste Spregisandur, die allerdings nur in den Sommermonaten passierbar ist. Ansonsten ist die Gefahr zu gross, im Nebel oder Schnee vom Weg abzukommen und von Elfen gefangen genommen zu werden.
 

Letzte Änderung: 13.06.2002
Medien (diese Seite): crmi
Autor: crmi

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