In der Ägäis von Insel zu Insel
Segeln in blau-weiß
Zu den Inseln der nördlichen und östlichen Ägäis (Ikaria, Samos, Chios, Lesbos, Thasos, etc.) gehören die Sporaden (Skiathos, Skopelos, Skyros) sowie die grosse Insel Euböa. Damit reicht die Ägäis von Kythera im Westen bis Kastellorizo-Meghiste im Osten und von Thasos im Norden bis Karpathos im Süden.
Dass viele Boote in Ankerbuchten ausweichen, ist also nicht nur der Naturverbundenheit des Skippers zu verdanken. Und dass es durch falsch liegende Yachten der Fährbetrieb gestört wird, kommt schon "auch mal" vor. Zu den stets gerne kolportierten Geschichten unter Yachties gehört es, dass jemand beim Ankerlichten fremde Ketten mithochgezogen und eine Menge Chaos angerichtet hat. Ehrlich gesagt ist in der Enge der Häfen und deren trübem Wasser das tatsächlich nicht immer zu vermeiden. Aber wer die Hafenpläne genau liest, wird den Hafenmeister zum Freund haben und das "Schiff schon schaukeln".
Das wichtigste - es lockt immer wieder ein Törn in eine unvergleichliche Umgebung: In Zeitlupe ziehen bekannte und unbekannte Inseln vorbei, da und dort locken Ankerbuchten und Schnorchelreviere, verträumte kleine Nester und... . Das Einzigartige am Jachturlaub ist und bleibt, dass auch Inseln besucht werden können, die von keiner Fähre angesteuert werden. Die Stille und das Naturerlebnis an so einem Ort ist absolut einmalig und bleibt unvergesslich. Ein bisschen ist es schon so, wie der amerikanische Schriftsteller Henry Miller sagte: "Griechenland ist so, wie man erwartet, dass die Erde - gäbe man ihr die Möglichkeit dazu - aussehen sollte."
Und das sollte man auch noch wissen - bei Sonne kann die Ägäis seglerisch leicht unterschätzt werden. Mitunter stellt sich auch im Sommer die Lage sehr schnell um und dann kann der Meltemi tagelang in Sturmstärke aus Nord bis Nordost wehen. Auch zu Bora-Lagen kann es in der Ägäis kommen. Wenn es richtig hart kommt, stellen auch die Fähren ihren Betrieb ein und laufen einen Schutzhafen an. Daher sollte man z.B. den Abflugtermin nach Hause immer mit etwas "Luft" planen. Zwischen den Inseln verstärkt der Düseneffekt den Wind, so dass sich nur geübte Segler für dieses Revier entscheiden sollten. Nicht jeder kleine Hafen bietet den gewohnten Komfort, moderne Toilettenanlagen oder wie bereits erwähnt auch die Möglichkeit, Wasser aufzunehmen - mit etwas vorausschauender Planung bekommt der Segler auch das in den Griff - so klappt´s dann auch mit dem Segeltörn in blau-weiß. Bleibt noch zu sagen: Mast und Schotbruch!
Urlaub wie Sie ihn planen