Drehbuchreif - Fidschi-Inseln im Pazifik
Korallen und Kokosnüsse
Reise bis ans Ende der Welt: Nach 24 geduldigen Stunden im Flieger erreicht man die Hauptinsel Viti Levu. Schon auf dem Weg vom Flughafen Nadi zur Hauptstadt Suva zeigt sich Fidschi von seiner schönsten Seite: Feine weisse Strände, gesäumt von Kokospalmen - dazu ein kristallklarer Ozean mit badewannenwarmem Wasser.
An der Coral Coast geben sich die meisten Nobelhotels ein Stelldichein. Neben diesem Küstenabschnitt locken die kleinen Inseln westlich vor der Hauptinsel die meisten Urlauber an. Mit Propellerflugzeug oder Linien-Katamaran: Eiland für Eiland wie aus dem Südsee-Bilderbuch. Einmal Robinson spielen: Oft gibt es auf den Mini-Inseln der Mamanuca- und der Yasawa-Gruppe nur ein einziges Ressort. Die "Garteninsel" Taveuni zählt mit zu den schönsten Inseln des gesamten Pazifiks. Von heute auf morgen: Hier verläuft der 180. Längengrad - die Datumsgrenze - und wer will, kann mit einem Schritt den Tag wechseln.
Bei Sonnenuntergang im ruhigen Wasser einer Lagune dahintreiben, Wasserfälle rauschen in natürliche Becken und tropische Blumen verströmen ihren Duft: Auf Vanua Levu, dem zweitgrössten Eiland, scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. "Fiji time": Ein Leben ohne Uhr und Stress - Eile gilt als unhöflich. Wer auf mehr Action steht: Wassersportler kommen vor allem auf den vorgelagerten Inseln auf ihre Kosten - vom Surfen über Segeln und Schnorcheln bis zum Tiefseetauchen wird alles geboten. In einem der schönsten Weichkorallen-Gebiete der Welt garantieren kilometerlange Riffe atemberaubende Unterwassererlebnisse. Sechs Meter hohe "Himmelsbrecher" werfen Surfer von ihren Brettern, und Haie fressen Tauchern aus der Hand. Weniger Wagemutige können bei einer Tour mit einem Glasbodenboot einen Blick in die bunte Wunderwelt der Korallen werfen, ohne dabei nass zu werden. Action pur bietet eine Fahrt mit dem Jetboot durch die Mangrovensümpfe von Denarau Island. Hier brettern die bis zu 75 Stundenkilometer schnellen Boote mit röhrendem Motor durch die verzweigten Wasserstrassen - und erschrecken dabei Anwohner wie Fische gleichermassen.
Im Innern der Inseln finden sich die für Fidschi typischen Dörfer mit den traditionell strohgedeckten Häusern. "Way of Live" der Insulaner: Bei der Kawa-Zeremonie bereitet der Dorfälteste das Nationalgetränk Yaqona zu - ein narkotisierendes Gemisch aus Kawawurzel und Wasser. Bevor man die Trinkschale entgegennimmt, klatscht man einmal in die Hand, leert das Gefäss und bedankt sich mit dreifachem Klatschen. Eine weitere kulinarische Tradition haben die Insulaner zum Glück aufgegeben: Den Kannibalismus. Heute werden nur noch die typischen, hübsch geschnitzten Holzgabeln an Touristen verkauft und ansonsten Kokosnüsse verspeist: Zu den Spezialitäten gehören in Kokosnuss und Zitrone gedünsteter Fisch oder in Kokoscreme gebackene Tapioka. Ein Überbleibsel aus der englischen Kolonialzeit: Die vielen indischen Restaurants.
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