Die Seebäder Heringsdorf und Ahlbeck
Der Südosten von Usedom
Das vornehmste aller Seebäder auf Usedom ist Heringsdorf. Hier logierte im Weissen Schloss (heute Hotel Interflug) 1866 Kronprinzessin Viktoria von Preussen mit ihrem Sohn Wilhelm, dem späteren Kaiser Wilhelm II. Der Bankier Oechsler liess 1883 eine Villa im griechisch- römischen Stil errichten. Bismarcks Finanz-Berater Bleichröder errichtete 1890 die Villa Diana im neoklassizistischen Stil. In der Villa Irmgard wohnte 1922 Maxim Gorki. Heute ist in der Villa ein Museum für Literatur und Geschichte eingerichtet.
Die wunderschöne Seebrücke, die 1891/92 erbaut wurde, ist im Jahr 1958 durch einen Brand zerstört worden. Seit 1995 gibt es eine neue Seebrücke mit Ferienwohnungen, Geschäften, Galerien und Cafés. An der Westseite der Promenade kann man den Kunstpavillon (Rundbau) aus dem Jahr 1973 besuchen. Hier finden ständig Verkaufs- Ausstellungen von Künstlern statt. Die Sternwarte in den Dünen ist ein Geschenk des Wissenschaftlers Manfred Ardenne.
In den Sommermonaten werden im Chapeau Rouge (rotes Theaterzelt) von der Landesbühne Anklam verschiedene Programme aufgeführt, die sich der Besucher nicht entgehen lassen sollte.
Das Seebad Ahlbeck liegt nahe der Grenze zu Polen. Aus der sogenannten Bäderarchitektur stammen viele Hauser in der Dünen-, Linden-, Goethe- und Stresemannstrasse. 1922 verweilte Kurt Tucholsky in Ahlbeck. 1898 wurde die Seebrücke (siehe Foto) eröffnet. Der Landungssteg wurde 1941/42 vom Eis zerstört. 1993 wurde ein 280 Meter langer Landungssteg neu eingeweiht. Die Seebrücke Ahlbeck ist zum Wahrzeichen Usedoms geworden.
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