Die Cayman Inseln zum Anfassen
Piraten, Touristen und Meeresschildkröten
Wer sich für die Cayman Islands entschieden hat, landet, ob nun per Schiff - jährlich bringen Hunderte Kreuzfahrtschiffe ihre Passagiere hierher - oder mit dem Flugzeug, im Normalfall auf der grössten der drei Inseln, auf Grand Cayman. Die Inselhauptstadt des rund 30 Kilometer
langen und 6 Kilometer breiten Eilandes ist Georgetown. Sie ist damit gleichzeitig die Hauptstadt der gesamten britischen Kronkolonie. Hier trifft man, nicht zuletzt durch die Kreuzfahrtschiffe, auf geballte Touristenströme.
Gleichzeitig jedoch präsentiert sich Georgetown als Einkaufszentrum, und mit seinem Cayman Islands National Museum bietet es im ehemaligen Gerichtsgebäude Einblicke in die Piratenvergangenheit der Inseln. Unweit der Hauptstadt, am Seven Miles Beach, liegen die meisten Hotels der Insel. Trotzdem ist der Strand gross genug, um ein ruhiges Plätzchen zum Sonnen und Baden zu finden. Noch ein Stück weiter nördlich befindet sich die grösste Sehenswürdigkeit von Grand Cayman. Die weltweit einzige Meeresschildkrötenfarm.
Auf Grand Cayman kann man also seine Schildkrötensuppe ganz ohne schlechtes Gewissen schlürfen. Ganz im Gegenteil. In der Schildkrötenfarm, die man natürlich auch besichtigen kann, werden nicht nur die stattlichen Exemplare für Feinschmecker herangezogen. Ein Teil der hier aufgezogenen Tiere wird ins Meer ausgesetzt und sorgt damit dafür, dass die stark dezimierte Art auch in der freien Natur wieder eine wirkliche Chance erhält. Das ändert aber nichts am Hauptproblem der Meeresschildkröten. Zu viele der von ihnen einst als Eiablage genutzten Strände sind inzwischen Fest in Menschenhand, so dass ihre Möglichkeiten zur Fortpflanzung stark eingeschränkt sind. Ein Besuch in der Turtle Farm sollte aber zum Inselbesuch auf jeden Fall dazugehören. Wo sonst kann man eine Meeresschildkröte mal selbst streicheln?
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