06.11.2000
Indonesischer Inselzauber auf Bali
Leben mit Göttern und Touristen
Bereits in den 20er Jahren begann mit einigen hundert Besuchern jährlich das Zeitalter des Tourismus auf Bali. Wie auch andere Gebiete im fernen Asien wurde die Insel in der sogenannten Flower-Power-Zeit zu einem beliebten Ziel für Aussteiger und Individualtouristen. Mittlerweile hat sich ist Bali zu einem der beliebtesten Urlaubsziele ,auch für deutsche Globetrotter entwickelt. Trotz einer wahren Touristeninvasion hat sich die kleine Insel im fernen Osten ihren Charme und ihre Eigenständigkeit bewahrt. Die Faszination ihrer Landschaft mit riesigen Reisfeldern, romantischen Seen, hohen Bergen und malerischen Küsten wird ergänzt von der Vielfalt eng mit der Religion verbundener kultureller Traditionen. Im Gegensatz zum restlichen Indonesien sind schätzungsweise 95 Prozent der Balinesen Hindus. Mit einigen buddhistischen Einflüssen durchsetzt unterscheidet er sich jedoch vom Vorbild des indischen Hinduismus. So ist auch das Kastenwesen auf Bali bei weitem lockerer organisiert als in Indien.
Eine Tatsache, die das alltägliche Leben auf Bali erheblich erleichtert. Es gib rund 15.000 Tempel auf der kleinen Insel mit nur 3 Millionen Einwohnern. Dabei wurden nur die öffentlich zugänglichen gezählt.Jeder Bauernhof, jede Familie besitzt zusätzlich noch einen privaten. Touristen, die mehr von Bali sehen wollen als Strand, Wellen und günstige Einkaufsmöglichkeiten, fahren mit Kleinbussen hinein ist Land. Tempel wie Batukaru, Uluwatu, Besakih oder Tanah Lot erzählen ihnen viele von den Geistern und Dämonen, die trotz zahlreicher Einflüsse der modernen Zeit, die bestimmenden Faktoren im Alltagsleben fast aller Balinesen geblieben sind. Viele der religiösen Bräuche sind Anlass zum Feiern grosser Feste. Oft feiert das ganze Dorf zusammen. Schon in früheren Jahren zog die magische Faszination der Insel berühmte Künstler an. So lebten unter anderem die österreichische Schriftstellerin Vicki Baum und der deutsche Maler Walter Spies Jahrzehnte auf Bali und hinterließen bis heute deutlich sichtbare, künstlerische Spuren.