22.02.2004

Leh - die Hauptstadt von Ladakh

Handels- und Trekkingzentrum in "Klein-Tibet"

Blick auf Leh
Über der Altstadt thront der halbverfallene Königspalast, buddhistische Tempel und Schreine. Am Ende der Hauptstrasse steht eine Moschee für die islamische Minderheit Ladakhs, in der Ferne glitzern schneebedeckte Gipfel in der Sonne. Leh, ein ehemaliger Knotenpunkt der Handelswege von Indien nach Tibet und zur Seidenstrasse, ist die Hauptstadt und das Touristenzentrum Ladakhs. Trotz der heute geschlossenen Grenzen nach Pakistan, China und Tibet hat es sich den Charme eines Handelszentrums erhalten.

 

Aus den Dörfern kommen die Ladakhis zum Einkauf auf dem Markt, Bauern bieten ihre frisch geernteten Erzeugnisse zum Kauf an, Nomaden aus den Hochebenen ergänzen ihre Vorräte und verkaufen Handarbeiten, Felle, oder Paschminawolle, aus der die berühmten Kaschmirschaals hergestellt werden. Um die verwinkelte Altstadt gruppiert sich das Touristenviertel: Hotels aller Preisklassen, Restaurants mit internationaler und einheimischer Küche, Souvenirläden und Internetcafes.

 

Zahlreiche Reiseagenturen bieten geführte Tagesausflüge in die umliegenden Klöster an, vermitteln Ausrüstung, Pferde und die Begleitmannschaft für Trekkingtouren in die Bergwelt Ladakhs oder organisieren Jeepsafaris in die abgelegeneren Gebiete Ladakhs.

 

Einkaufsstrasse in Leh
In den Sommermonaten findet jeden Abend im Vorhof des 400 Jahre alten Palastes eine Aufführung ladakhischer Volkstänze in traditionellen Gewändern statt, bei der den Besuchern auch eine Tasse des berühmt-berüchtigten, salzigen Buttertees gereicht wird. Ein alljährliches Highlight ist das Anfang September stattfindende "Ladakh Festival" mit kulturellen Veranstaltungen, Ausstellungen zu ladakhischem Kunsthandwerk und Polowettkämpfen im Stadion von Leh.
 

Letzte Änderung: 22.02.2004
Medien (diese Seite): rpra
Autor: rpra

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