Einstiges Königreich Ladakh
Buddhistisches Land der Berge und Klöster
Ladakh, einstiges Königreich im westindischen Himalaya, erreicht man auf einer mehrtägigen Fahrt per Bus oder Jeep von Manali aus. Der Highway verläuft durch eine nahezu menschenleere, atemberaubende Landschaft und überquert dabei 4 Bergpässe, zuletzt den 5328 Meter hohen Tanglang La, den zweithöchsten Pass der Erde, über den eine Strasse führt. Durch die Lage im Norden des Zentralhimalaya, der wie eine Sperre für den alljährlichen Monsunregen auf dem indischen Subkontinent wirkt, regnet es kaum in Ladakh. Die meisten Siedlungen stehen in einem schmalen, fruchtbaren Streifen entlang des Indus und dessen Zuflüssen. Ansonsten gleicht die Landschaft einer kargen, steinigen Hochgebirgswüste, eingerahmt von schneebedeckten Bergen des Himalaya und Karakorumgebirges.
Die Bevölkerung Ladakhs setzt sich aus verschiedenen Volksgruppen zusammen: Nachfahren von vor grauer Vorzeit eingewanderten indo-arischen Stämmen, Mongolen, Tibetern und einer kleinen, aus dem Kaschmirtal zugezogenen Minderheit islamischen Glaubens. Die vorherrschende Religion ist allerdings der tibetische Buddhismus, vermischt mit vorbuddhistischem Geister- und Dämonenglauben.
Auf dem Weg nach Leh, der Hauptstadt Ladakhs, passiert der Besucher die alten Königspaläste Ladakhs und zahlreiche, jahrhunderte alte buddhistische Grossklöster, bei deren Besichtigung er oftmals die Gelegenheit bekommt, einer religiösen Zeremonie beizuwohnen. Neben den kulturellen Sehenswürdigkeiten, bietet Ladakh hervorragende Möglichkeiten für Trekkingtouren, zum Beispiel ins noch abgelegenere Zanskartal und von dort über den Himalaya zurück nach Manali, oder auch für Bergbesteigungen, etwa des vor der Haustür Lehs gelegenen relativ einfachen 6120 Meter hohen Stok Kangri.
Die beste Reise- und Trekkingzeit ist von Anfang Juni bis Anfang Oktober. Die bequeme Alternative der Anreise ist ein Flug von Delhi nach Leh, allerdings sind die Flüge in der Hauptsaison meist Wochen im Voraus ausgebucht und fallen nicht selten wegen schlechten Wetters in Delhi aus.
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