Der Dalai Lama in Dharamsala
Das Oberhaupt der Tibeter im Exil
Während 1950 chinesische Truppen Tibet besetzten, wurde dem erst 15-jährigen die Verantwortung als Staatsoberhaupt übertragen. Vergeblich versuchte der Dalai Lama daraufhin in Peking mit Mao Tsetung Friedensgespräche zu führen. 1959 sah er sich nach einem niedergeschlagenen Volksaufstand der Tibeter gegen die chinesischen Besatzer gezwungen nach Indien zu fliehen, wo er die tibetische Regierung im Exil gründete, die er im Laufe der Jahre modernisierte und ihr eine demokratische Struktur verlieh.
Meist ist der Dalai Lama unterwegs im Ausland, wo er Vorträge hält, sich mit Regierungsvertretern trifft und um Unterstützung für das Tibetproblem wirbt. Für seine unermütlichen Bemühungen eine friedliche Lösung mit den Chinesen zu finden, erhielt er 1989 den Friedensnobelpreis. Nach seiner Rückkehr von einer Reise, findet in den darauf folgenden Tagen meist eine öffentliche Audienz statt, zu der man sich im "Security Office" in McLeod Ganj anmelden muss. Im 5 Sekunden Takt werden die Pilger an Seiner Heiligkeit vorbeigeschleust, erhalten eine Segnung und manchmal sogar ein paar freundliche Worte mit auf den Weg.
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