Von Saigon nach Cu Chi
Mekong-Delta, Tunnel und Tempel
Der erste Bezirk (Saigon) und der fünfte Bezirk (Cholon)gehören zu den interessantesten Teilen Saigons bzw. Ho Chi Min Citys. Der erste Bezirk mit seinen Prachtbauten aus der Kolonialzeit und Luxushotels lässt einen die Zeiten vor dem zweiten Indochinakrieg erahnen. Im fünften Bezirk befindet sich das geschäftige Chinatown mit alten Kolonialbauten, den typischen "shop-houses", Markthallen und vielen Tempeln. Beide Bezirke können zu Fuss erkundet werden. Eine preisgünstige und bequeme Alternative für die Fortbewegung sind die Fahrradrikschas, für die man auf alle Fälle "ein bißchen" handeln sollte. Auch Taxis sind erschwinglich. Die Anmietung eines Mopeds ist dagegen aufgrund des Verkehrs und der hohen Diebstahlwahrscheinlichkeit nicht zu empfehlen. Die restlichen Bezirke sind geprägt von Kleinindustrien, Arbeiterwohnungen und nicht sonderlich ansehnlichen Bauten.
Fast unmerklich gehen die Ausläufer der Grossstadt in das beschauliche Mekong-Delta über. Das Mekong-Delta, auch die Reiskammer Indochinas genannt, lohnt einen mehrtägigen Ausflug. Leider können diese Erkundungstouren auch im wahrsten Sinne des Wortes "ins Wasser fallen". So geschehen z.B. im Oktober 2000, als das Delta so heftig überschwemmt war, dass sie gplanten Ausflüge nicht durchgeführt werden konnten.
Mit Cu Chi lässt sich ein Ausflug nach Tay Ninh kombinieren. Dort steht der Tempel der 1926 gegründeten Caodai-Kirche, die sämtlich Weltanschauungen Vietnams vereint. Täglich um 12 Uhr Mittags findet ein Ritual statt, bei dem man als Tourist zusehen darf. Der Tempel an sich ist den Ausflug wert, vom Ritual dagegen sollte man sich nicht zuviel erwarten, denn es ist nicht wirklich spektakulär.
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