Saigon - Ho Chi Minh City
In der Stadt mit zwei Namen
Ho Chi Minh City oder im Süden des Landes nach wie vor Saigon genannt, ist eine Millionenstadt, aber keine Metropole. Einst das Paris des Ostens hat Saigon heute ca. 6 Mio. Einwohner und die Stadt wächst pro Jahr um 5 Prozent an Bevölkerung. Der erste Bezirk (Saigon) und der fünfte Bezirk (Cholon), das heute Chinatown gehören zu den interessantesten Teilen Saigons. Der erste Bezirk mit seinen Prachtbauten aus der Kolonialzeit und Luxushotels lässt einen die Zeiten vor dem zweiten Indochinakrieg erahnen.
Den Flachbau der amerikanischen Botschaft, Startplatz für den letzten amerikanischen Helikopter 1975, lässt sich nicht mehr begutachten, da nach Wiederaufname der diplomatischen Beziehungen zwischen Vietnam und den USA ein neues Konsulat auf demselben Gelände errichtet ist. Nichtsdestotrotz lohnt sich ein Bummel durch diesen Stadtteil, mit Kathedrale, Hauptpostamt, Rathaus, Stadttheater und die grossen Parkanlagen mittendrin. Die Dong-Khoi-Strasse ähnelt ein wenig an den Champs-Elysèes und erinnert an die lange Kolonialzeit der Franzosen. Wer gern Steak isst ,sollte übrigens unbedingt im ersten Bezirk im Restaurant LUONG SON, 31 Lý Tu Trong, vorbeischauen.
Im fünften Bezirk, Cholon, befindet sich das geschäftige Chinatown mit alten Kolonialbauten, den typischen "shop-house", Markthallen und vielen Tempeln. Beide Bezirke können zu Fuss erkundet werden. Ein preisgünstiges und bequemes Fortbewegungsmittel sind die Fahrradrikschas, deren Preis man unbedingt vorher aushandeln sollte. Taxis sind erschwinglich. Die Anmietung eines Mopeds ist in Saigon aufgrund des Verkehrs und der hohen Diebstahlwahrscheinlichkeit nicht zu empfehlen.
Die restlichen Bezirke sind geprägt von Kleinindustrien, Arbeiterwohnungen und nicht sonderlich ansehnlichen Bauten. Fast unmerklich gehen die Ausläufer der Grossstadt in das beschauliche Mekong-Delta über.
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