Historisches Florenz - Kirche, Kunst, Geschichte
Von Savonarola bis Michelangelos David
Die Kirche von San Marco stammt ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert, wurde aber in späterer Zeit mehrmals umgebaut. Das eigentliche Interesse gilt dem Klostermuseum von San Marco. Cosimo der Alte liess die zu dieser Zeit verlassene Anlage renovieren, in die daraufhin Dominikanermönche einzogen.
Ende des 15. Jahrhunderts kam der Mönch Savonarola nach Florenz und wurde Oberhaupt des Klosters. Damit begann eine turbulente Zeit für Florenz, die damit endete, dass Savonarola und zwei seiner Anhänger verbrannt wurden. Zu besichtigen sind heute die Schlafzellen der Mönche, sowie verschiedene Aufenthaltsräume mit teils erhaltenen Fresken. Sehenswert auch der große Kreuzgang neben der Kirche San Marco.
Gegenüber von San Marco, auf der anderen Seite der Piazza San Marco, liegt die Galleria dell Accademia mit der Tribuna del David. Hier ist eine der bekanntesten und bedeutendsten Schöpfungen Michelangelos zu sehen: die Statue des David. Der Besucher nähert sich der Statue durch einen Korridor, der zu beiden Seiten von den "Sklaven" gesäumt wird. Diese Skulpturen stammen ebenfalls von Michelangelo, wie auch einige weitere Ausstellungsstücke in dieser Galerie. Vom Standort des David führt links ein Korridor zum Saal der Gipsfiguren, der, leider etwas gedrängt, zahlreiche sehenswerte Skulpturen und Büsten zeigt.
Auf der (mit Blick auf die Kirche) rechten Seite des Platzes liegt das Spital der Unschuldigen, das 1421 als erste derartige Einrichtung in Europa gegründet wurde. Dieses diente auch als Waisenhaus für hier "abgegebene" Kinder. Zwischen Kirche und Spital befindet sich in einer Ecke des Platzes das Archäologische Museum. Dieses ist in erster Linie für seine hervorragenden Sammlungen zur Kultur der Etrusker bekannt. Daneben enthält es jedoch auch ein kleineres ägyptisches Museum. An dieser Stelle endet der Rundgang durch Politik, Kunst und Geschichte. Über die Via dei Servi am Fußende des Platzes erreicht der Besucher in direkter Linie den Dom und damit das Zentrum der Stadt.
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