10.05.2001

Friedhof Ohlsdorf

Besuch in der Vergangenheit

Engelsstatue im Friedhof Ohlsdorf
Mit seinen 400 Hektar gilt er als der grösste Parkfriedhof der Welt. Durch 17 Kilometer Strassennetz und eine Buslinie erschlossen, kann man die über 320.000 Gräber bequem erreichen. Die grüne Oase mitten in der Stadt dient den Hamburgern aber auch als Erholungsort und wird unter ganz verschiedenen Gesichtspunkten genutzt. Angelegt 1877 als Landschaftspark von Johann Wilhelm Cordes, beeindruckt der Friedhof durch seine Gartenarchitektur und seine ca. 450 Laub- und Nadelgehölzarten. Durch Seen und Bäche gibt er vielen, auch seltenen Tierarten eine Heimat.

 

Riesige Rhododendren verleihen dem Friedhof besonders zur Blütezeit im Juni einen besonderen Charme. Ebenso schön sind Spaziergänge zur Laubfärbung im Herbst. Je nach Interessenlage kann der Besucher auf den Spuren der Hamburger Stadtgeschichte wandeln und die Gräber berühmter Hamburger Politiker, Reeder, Kaufleute oder anderer Lokalgrössen, wie z.B. Carl Hagenbek (Tierparkgründer) oder Prof. Alfred Lichtwark (Kunsthistoriker) aufsuchen oder die letzte Ruhestätte vieler bekannter Künstler aufsuchen. Hans Albers, Hanns Lothar, Ida Ehre, Prof. Gustaf Gründgens, Philipp Otto Runge oder Wolfgang Borchard würden sich bestimmt über einen Besuch freuen.

 

Aber auch wenn den Betrachter grosse Namen kalt lassen, es bleibt ein Erlebnis, den Park auf den Spuren der vielen namenlosen Bildhauer und Steinmetze zu durchstöbern und dabei viele der aussergewöhnlichen Grabsteine und Skulpturen zu betrachten. Ein Tip zum Schluss: Ausserhalb des Geländes im alten Krematorium ist ein sehr schönes Restaurant, das Alsterpalais, entstanden. Mit Terrassen, Wintergarten und kleinem Park. Wer sich nicht vor dem grossen Schornstein schreckt, kann hier wunderbar speisen. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber trotzdem zu empfehlen!

 

Letzte Änderung: 10.05.2001
Medien (diese Seite): edwi
Autor: edwi

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