10.05.2001

Der Jenischpark in Othmarschen

Pflanzenwelt und Kultur

Jenisch-Haus in Hamburg
Prachtvoll und idyllisch präsentiert sich mit seinen weißen Villen und vornehmen Landhäusern der Hamburger Elbvorort Othmarschen. Der stilvolle Stadtteil gehört zu Deutschlands größtem Villenviertel, das sich bis nach Blankenese erstreckt. Unzählige Parks und Gärten prägen das Bild, der Jenischpark aber ist legendär. Überaus beeindruckend präsentiert sich bereits das Entrée. Monumental protzen die Säulen des Portals und beim Blick durch das Gitter erscheint er wie ein privater Garten. Ein wunderschönes Relikt englischer Landschaftsgärtnerei des ausgehenden 18. Jahrhunderts, das der Hamburger Kaufmann Caspar Voght den Hamburgern hier beschert hat.

 

Alter Baumbestand ziert würdevoll die hügeligen Wiesen. Bänke laden zum Verweilen ein und mit Decke, Picknickkorb und einem guten Buch sind herrlich-ruhige Wohlfühlstunden garantiert. Bei kühlem Wetter kann man den Spaziergang im Ernst-Barlach-Haus im nördlichen Teil des Parks unterbrechen. Hier ist die bedeutendste Skulpturensammlung des expressionistischen Bildhauers Ernst Barlach untergebracht.

 

Der Spaziergang geht weiter zum Jenisch Haus, dem ehemaligen Nobel-Landsitz des Hamburger Bau-Senators Martin Johann Jenisch. 1831 erbaut unter Mitwirkung des Stararchitekten Karl-Friedrich Schinkel. Das imposante klassizistische Gebäude mit seinen goldenen Balustraden beherbergt mittlerweile ein Museum grossbürgerlicher Wohnkultur verschiedener Epochen. Von hieraus finden auch geführte Spaziergänge zu unterschiedlichen Themenbereichen der Pflanzenwelt des Jenischparks statt. Ein kleiner Schlenker zum Schaugewächshaus am Ausgang Baron-Voght-Str. macht den Tag perfekt, am Anleger Teufelsbrück in Richtung Elbe finden sich diverse Gastronomieangebote.

 

Letzte Änderung: 10.05.2001
Medien (diese Seite): edwi
Autor: edwi

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