Bei den Beduinen des Sinai
Von Gebirgsbewohnern und anderen "bedawis"
So entstand schon früh eine Tendenz zur Sesshaftigkeit, die von der ägyptischen Zentralregierung heute durch Militärdienst und Besteuerung stark gefördert wird. Die Sinai-Stämme wie die Mezina und Tiah werden als diejenigen beschrieben, "Die den Weg verloren" haben und sich demzufolge wohl auf den Sinai verirrt haben. Sie stammen ursprünglich von der arabischen Halbinsel, von wo sie vor allem im 11. Jahrhundert einwanderten und auch ihre Sprache - Hocharabisch - "importierten". Der Stamm der "Gebirgsbewohner" (Gebeleja) soll bereits auf das 6. Jahrhundert zurückgehen. Damals stellte der oströmische Kaiser 100 Soldaten zum Schutz des Katharinenklosters ab.
Er erledigt die Geschäfte und nur er empfängt die Gäste am "magaad", dem speziellen Teetrinkplatz vor dem Zelt oder im Innenhof des Hauses, an dem auch die einfache Beduinenkost aus Käse, Ziegenmilch, Fladenbrot, Gemüse und Lammfleisch eingenommen wird. Gleichermassen uralt ist die Gastfreundlichkeit. So rät ein altes Sprichwort: "Sohn, lass dein Lagerfeuer stets leuchten und hoch brennen." Die Bedeutung: Lass dein Feuer immer von allen Vorüberziehenden und Verirrten gesehen werden, so dass du sie bewirten kannst. Ein Genuss, in den heute - gegen ein kleines Bakschisch - immer mehr Touristen kommen, wenn ihnen, zum Beispiel nach anstrengenden Trekkingtouren, ein willkommenes Nachtlager angeboten wird und am nächsten Morgen ein kräftiges "Tschakschuka" als Frühstück lockt.
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