Grönland: Spazieren im ewigen Eis
Die Temperaturen steigen im Sommer auf bis zu 20 Grad
Obwohl die Temperaturen im Sommer auf bis zu 20 Grad ansteigen, wird jeder Südgrönland-Urlauber unweigerlich ein Gefühl für das kalte Element entwickeln. Ein Besuch auf dem Inlandeis ist für Touristen deshalb ein Muss. Man kann wandern, fliegen, reiten oder aber auf dem Schiff Abenteuer erleben.
Wo das Inlandeis beginnt, wird der grüne Grasteppich unvermittelt von einer gigantischen Eislandschaft mit Gletscherspalten, Grotten und einem kreideweißen Horizont abgelöst. Wie schlafende Mammuts ragen riesige Formationen in den Himmel. Die Brechung des Lichts und der Luftgehalt des gefrorenen Wassers bestimmen seine Farbe: Von dunkelblau über türkis bis glasklar. Ein unvergesslich schöner Anblick.
Aber ganz so frostig müssen die Tage am Südzipfel der weltgrößten Insel nicht sein. Die ganze Gegend ist eine riesige autofreie Zone - ein Paradies für Wanderer. Fruchtbare Täler, tosende Wasserfälle und stille Seen - auch vom Stadtzentrum aus ist die grandiose arktische Natur nie weit. Nach kaum mehr als einer halben Stunde steht man im Grünen. Mit dem richtigen Gepäck auf dem Rücken und einer Landkarte in der Hand liegt Südgrönland zu Füßen. Ob hartgesottene Wandervögel oder Anfänger, die Landschaft bietet Strecken für jeden Geschmack.
Weniger rustikale Naturen finden bei einem der vielen Schafzüchter ein Dach über dem Kopf. Für wenig Geld lässt sich oft schon eine kleine Hütte mieten. Außerdem: In der Nähe von Schafen gibt es keine Mücken. Und für Besucher gibt's abends bei den gastfreundlichen Grönländern eine ganz besondere Delikatesse: Gemüse und grönländisches Lamm. Beim freundlichen Gespräch und einem guten Getränk nach dem Essen erhält man zudem Einblicke in eine ganz andere Lebensweise. Hier ist Gelassenheit Trumpf: Kommst du heute nicht, kommst du morgen. Eile ist ein Fremdwort - und niemand braucht ein Handy.
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