01.11.2000
Gesundes Schlemmen auf Bali
Snacks rund um die Uhr
Kleine Zwischenmahlzeiten sind gesund - auch auf Bali. An jeder Ecke stehen Strassenverkäufer mit Ihren zweirädrigen Karren und bieten Tag und Nacht landestypische Spezialitäten an. Weit verbreitet sind verschiedenste Gemüse, die im Wok frisch zubereitet und kleine Fleischspiesse, die auf Holz gegrillt werden. Die Spiesse tunkt der Kenner in leckere Erdnusssosse.
Festbankette werden auf Bali von Männern vorbereitet. Das Zerkleinern der Gewürze und der übrigen Zutaten dauert Stunden. Die Besonderheit liegt in der richtigen Kombination der verschiedenen Zutaten und wird als Familienrezept streng gehütet. Meist sind die Gerichte höllisch scharf und für den Ungeübten mit Vorsicht zu geniessen. Besonders empfehlenswert dagegen sind die Festtagsgerichte babi gutung (Spanferkel) und bebek tutu (in Bananenblättern gedünstete Ente). Aber auch für den Nachtisch sollte auf jeden Fall noch ein wenig Platz gelassen werden. Denn den frischen Früchten, die in verschiedenen Panaden gewendet und danach fritiert werden, kann kaum jemand widerstehen.
Getrunken wird vor allem Tuak, ein Palmwein aus gegorenem Palmsaft. Geerntet wird der Palmsaft täglich frisch von den Palmen. Mit Fortschreiten des Tages steigt der Alkoholgehalt und der Preis des Getränkes an. Der Saft der Palmen wird üblicherweise zweimal am Tag geerntet und beginnt sofort nach dem Abzapfen zu fermentieren. Schon nach zwei Stunden hat der Wein bis zu 4 Prozent Alkohol und schmeckt süß und aromatisch. Er kann bis zu einem Tag fermentiert werden, schmeckt dann allerdings bereits sehr stark und zunehmend sauer. Nach einem Tag muss der Gärungsprozess gestoppt werden, da sich der Alkoholgehalt nicht mehr erhöht und der Wein zu Essig wird.