Geheimtipp Formentera
Wo die Balearen ganz anders sind
Wer es lieber ruhig mag, der ist genau richtig auf der Insel Formentera, diesem kleinen, sonnigen und hübschen Fleckchen im Süden Europas. Hier kann man wunderbar faulenzen, die Seele baumeln lassen und total abschalten. Kaum zu glauben, dass diese kleine Insel zu den Balearen gehört, die vor allem durch Mallorca und Ibiza bekannt sind.
Da Formentera keinen Flughafen besitzt, landet man in Ibiza. Von dort geht es per Taxi oder Bustransfer zum Hafen, wo die Fähre wartet. Mit dem Tragflügelboot dauert die Überfahrt ca. 35 Minuten bis La Savina, dem einzigen Hafen auf Formentera. Hier werden auch die Handelsgüter der Insel verschifft. Mit dem normalen Fährschiff dauert die Überfahrt etwas mehr als eine Stunde.
Es herrscht eine himmlische Ruhe. Der beschauliche Alltag mit trocken-heissem Klima ist der perfekte Ort um nichts zu tun. Überall macht sich der direkte Einfluss des Meeres auf die Temperaturen bemerkbar. Selbst im Hochsommer klettert das Thermometer kaum über 30° Celsius, im Winter wird es selten kälter als 10°.
Die Insel ist nicht sehr gross und weist auch keine eigentlichen Sehenswürdigkeiten auf. Trotzdem wird es nie langweilig, jeden Tag gibt es etwas neues zu entdecken, zum Beispiel: Eidechsen, Schafe und Ziegen unter grossen Feigenbäumen. Überall liegt der Duft von wilden Kräutern in der Luft. Besonders reizvoll sieht die Insel aus, wenn der Oleander und Hibiskus blüht. Es gibt zwei wunderschöne Leuchttürme und auch eine Tropfsteinhöhle. Die weiten Sandstrände und das sternklare, türkisfarbene Wasser erinnern an Karibikstrände. Die meisten sind noch nicht so überlaufen.
Gute Fortbewegungsmittel zum Erkunden der Insel ist das Fahrrad oder Moped, sie bringen einen überall hin. Die Insel ist so übersichtlich und überschaubar, dass alles bequem erreicht werden kann. Die Hauptstrasse vom Hafen bis nach La Mola sowie Strasse von Sant Francesco zum Cap de Berberia sind die beiden wichtigsten Verbindungsstrecken der Insel. Noch vor den Hippies hatten Künstler, Maler und Intellektuelle die Insel entdeckt. Mittlerweile hat sich die Insel stärker auf den Tourismus eingestellt. Gab es Mitte der fünfziger Jahre noch kein einziges Gästebett, so sind es heute schon über 10.000.
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