Hauptstadt Banjul
Überschaubar, lebendig, freundlich
Mit einer für die Gambier charakteristischen Herzlichkeit werden Gäste vor allem in den kleinen Verkaufsläden willkommen geheissen. Nicht selten wird dem Gast ein Holzhocker angeboten, um das gekaufte Erfrischungsgetränk und ein Tapalapa (Baguette) geniessen zu können. Das bunteste Treiben herrscht auf dem Albert Markt, dem Herzen Banjuls, der 1986 völlig abgebrannt war. Freundliche und geschäftstüchtige Händler bieten alles an, was das Herz begehrt. So werden liebevoll Obstpyramiden aufgebaut, in grossen Säcken wird selbst angebauter Reis angeboten.
Frauen und Mädchen aus den entfernt liegenden Dörfern müssen schon um vier Uhr morgens mit den Buschtaxis und ihren riesigen, gefüllten Schüsseln losfahren, um frische Tomaten, Salate, Auberginen usw. auf dem Markt zu verkaufen. Zum Flussufer hin schließt sich ein Fischmarkt an. Und gleich rechter Hand vom Albert Markt befindet sich das Handicraft Centre. Auf diesem Kunsthandwerk-Markt können vor allem Batikkleider, mit Kaurimuscheln verzierter Schmuck, Holzschnitzereien, Masken und Trommeln gekauft werden. Sehr oft laden die Händler dazu ein, ihnen beim Schnitzen zuzusehen.
Am monströsesten aber ist der Arch 22. Er befindet sich auf dem Rondell zwischen Independence Drive und dem Banjul-Serekunda Highway. Der gigantische Triumphbogen des Arch 22 wurde am zweiten Jahrestag des unblutigen Putsches (22.7.1994) eingeweiht. Armee-Leutnant Jammeh, der durch diesen Staatsstreich den einstigen gambischen Staatspräsidenten Jawara abgelöst hatte, ließ für zig Millionen Dollar dieses Bauwerk vor dem Eingang der Stadt errichten. Wer Banjul in Richtung Serekunda verlässt, sollte noch am Banjul-Serekunda-Highway anhalten, um den zum Strand hin liegenden muslimischen Friedhof zu besuchen.
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