09.09.2009

Beach-Volleyball: Spaß im Sand

Von wegen Funsport

Von wegen Funsport: Längst hat Beach-Volleyball den Sprung vom Trend- zum Leistungssport geschafft und seit Atlanta ist es sogar olympisch. Trotzdem darf auch einfach nur zum Spaß gebaggert werden. Darum heißt es auch diesen Sommer wieder - ran an die Netze.

 

Beach-Volleyball
Wo Sand ist, darf gebaggert werden
Immer mehr Badeorte haben sich auf den Boom eingerichtet: Netze durchziehen die Sandstrände wie einst aufgereihte Fischerboote. Die Außenbegrenzung wird mit der Ferse gezogen. Und schon kann es losgehen - schwitzende, fliegende, rennende Leiber: Schön anzusehen, und noch schöner mitzumachen. In Sport und Spiel zueinander finden, nirgends sonst kann man den Strandschönheiten so schnell so nahe sein. Der ideale Auftakt zum ersten gemeinsamen Drink danach ...

 

Es begann in den USA
Beach-Volleyball bildet mittlerweile ein riesiges Spektrum ab: Vom Spaß-Spiel im Urlaub mit Bierbauch und garantiertem Sonnenbrand bis zu internationalen Profi-Ligen. Wie so oft, kommt auch dieser Trendsport aus den USA. In den 20er Jahren wurde dort erstmals ernsthaft gepritscht und gebaggert. In den 30ern kam der Trend in Europa an, in französischen Nudistencamps wurde dem Ball nachgesprungen. Doch es dauerte bis in die 80er Jahre, ehe in der alten Welt Turniere gespielt wurden.

 
Der Boom der 90er
Beach-Volleyball
Dann jedoch ging alles sehr schnell. Der rasante Sport in kurzen Leibchen begeisterte die Zuschauer, Sponsoren drangen vor und rasch etablierten sich Profi-Ligen, immer mehr erfolgreiche Hallensportler wechselten - zumindest zeitweise - auf den Sand. Verständlich - denn Beach-Volleyball ist mehr als Sport, es ist ein Lebensgefühl. Wo Beach-Volleyball gespielt wird, ist immer auch Party. Das reicht wieder vom Strand-Spaß bis zum Profi-Turnier. DJ's lassen ihre Beats krachen, Traumladys mixen Cocktails, schöne Menschen, wohin das Auge schaut. Dann lädt die After-Beach-Party zu traumhaften Aufschlägen - und manchmal auch zum harten Block.

 

Funktioniert ohne Sprachkenntnisse
Kein Spiel ohne Regeln - und so haben sich fürs Beach-Volleyball internationale Richtlinien etabliert, die Urlauber aus aller Welt ohne große Kommunikationsprobleme miteinander um die Wette schmettern lassen. Üblicherweise wird auf zwei Gewinnsätze mit je 21 Punkten gespielt - dabei sind zwei Punkte Vorsprung Voraussetzung für den Sieg. Nach zehn Punkten gibt es Seitenwechsel ohne Pause. Wenn ein dritter Satz erforderlich ist, wird nur bis zu 15 Punkten gespielt, gewechselt wird dann nach fünf Punkten. Großer Unterscheid zur Halle: Der Ball darf beim Aufschlag die Netzkante berühren. Außerdem darf der Ball mit allen Körperteilen berührt und gespielt werden, also auch mit dem Fuß. Nicht zuletzt deshalb ist Beach-Volleyball auch bei Zuschauern sehr beliebt - es gibt viel mehr zu sehen, als durchtrainierte Körper.

 

Letzte Änderung: 09.09.2009
Medien (diese Seite): pthm
Autor: pthm

Drucken