22.09.2003

St. Augustine - älteste Stadt der neuen Welt

Zurück in die Vergangenheit

Haus im spanischen Sil - St. Augustine
St. Augustine ist eine ganz besondere Stadt. Besonders aus Sicht der Amerikaner, nennen sie sie doch die älteste Stadt Amerikas. Schon beim ersten Blick auf die Altstadt kommt man sich vor, als sei die Zeit stehen geblieben. Mit viel Aufwand wurden hier alte und "uralte" Häuser restauriert. Daher findet sich hier das älteste hölzerne Schulhaus, das älteste Haus, viele Relikte aus dem „alten“ Amerika und natürlich das Castillo de San Marco - eine alte Befestigungsanlage.

 

Hier ist eben alles alt und es herrscht schon so etwas wie echtes Südstaatenflair, denn von den Bäumen hängt das charakteristische “Spanish Moss”. Alles sehr idyllisch mit Squirrels (Eichhörnchen) und viel Vogelgezwitscher! Bevor man sich aber ins Touristen-Getümmel wirft, sollte man einen kurzen Abstecher ins Visitor Center machen. Es ist absolut sehenswert! Um hereinzukommen, läuft man über eine spanische Galeone. Hier kann man dann auch reichlich Informationen über all die Sehenswürdigkeiten bekommen oder auch schon eine Trolleyfahrt buchen.

 

Das Castillo de San Marco wurde im 17. Jahrhundert von den Spaniern als Bollwerk gegen die Besetzung Floridas durch eine andere Macht gebaut. Zwischenzeitlich gehörte es dann mal den Briten, später mal wieder den Spaniern. Heute ist es ein National Monument und National Park. Deshalb kann man Führungen mit echten „Park-Rangers” machen und man bekommt einen guten Einblick, wie die Soldaten früher gelebt haben. Selbstverständlich stehen hier auch viele Kanonen, und man hat einen sehr schönen Ausblick auf die Altstadt und die Bridge of Lions.

 

Castillo de San Marco - St.Augustine
Auf einer Fusstour kann man quer durch das historische St. Augustine wandern. Durch ein altes Stadttor kommt man von Norden her ins Spanish Quarter. Hier reihen sich alte spanische Häuser aneinander und in jedem Haus gibt es etwas besonderes zu sehen. Das alte Schulhaus ebenso wie eine spanische Bodega, eine Galerie und auch viele Andenkenläden. Überall kann man Handwerker bei der Arbeit beobachten - ganz im Stil der alten Zeit.

 

Sehenswert ist auch das Flagler College. Das ehemalige Luxushotel ist von innen immer noch sehr luxuriös und allemal einen Einblick wert. Man sollte nur leise sein, weil es ja heute eine Schule ist. Achtung, möglichst vormittags besuchen, denn es hat nur bis 15.00 Uhr auf - das steht aber leider in kaum einem Reiseführer! Genau gegenüber befindet sich das Lightner Museum, ebenfalls in einem sehr alten und schönen Gebäude und früherem Hotel untergebracht. Hier findet man auf drei Stockwerken historische Kostüme, Möbel oder fantastisch geschliffenes Glas, ausserdem mechanische Musikinstrumente und Tiffanyglas.

 

Das „Oldest Store Museum“ ist ein komplett ausgestatteter Laden aus dem Anfang der Siedlungszeit. Aber nicht nur das Spanish Quarter ist interessant. Etwas ausserhalb der Altstadt gibt es noch den „Fountain of Youth“ - eine Quelle, deren Wasser die ewige Jugend verspricht. Mit dazu gehört ein Planetarium. „Ripleys Believe it or not“ ist ein Museum, das die unglaublichsten Sachen zeigt. Auch sehenswert das St. Augustine Lighthouse and Museum, der älteste Leuchtturm Floridas mit seinem fantastischen Ausblick - ideal zum Fotoshooting. Potters Wax Museum zeigt rund 170 bekannte Figuren aus Geschichte, Show und Horror in Wachs.

 

Lightner Museum and City Hall - St. Augustine

 

Am Highway I-95 befindet sich noch ein grosses Factory Outlet mit recht moderaten Preisen. Und in St. Augustine Beach reizen die Sandstrände des Atlantiks und diverse riesige Beach Shops mit allem, was des Strandliebhabers Herz begehrt. Fazit - St. Augustine ist sehr hübsch, bietet aber auch viel Kitsch und ist eben eine Touristenattraktion. Die Amerikaner stehen offenbar auf alles, was auch nur halbwegs “alt” ist. Die überall angebotenen Trolleytouren sind bestimmt etwas für Fusskranke, aber da die Wagen sehr laut sind, kann man von den Erklärungen der Fahrer nicht sehr viel verstehen. Man kann das ganze auch gut zu Fuss bewältigen.

 

Letzte Änderung: 22.09.2003
Medien (diese Seite): kire, kihi
Autor: kire

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