22.09.2003

Der Homosassa Wildlife Park

Manatees zum Anfassen

Vogel im Homosassa Springs Park
Ein absolut "tierisches" Ausflugsziel ist der Homosassa Springs State Wildlife Park, nordöstlich von Tampa direkt am Highway 19 gelegen. Hier findet sich „The real Florida!“ Nicht viele, aber immerhin zwei Wege führen zu diesem Park: Entweder fährt man mit dem Wagen direkt  zum Parkeingang oder man macht eine Bootsfahrt vom Visitor-Center aus. Mit dem Boot gehts in ca. 20 Minuten durch die Mangrovensümpfe, schon hier bekommt man jede Menge Tiere und Pflanzen in freier Natur zu Gesicht und auch die nötigen Erklärungen und Informationen von den zuständigen Park-Rangern. Zu sehen sind Ibisse ebenso wie kleine Alligatoren, Schildkröten und Enten. Ab Mai bzw. spätestens Juni sollte man sich in diesem Park auf eine Menge gelber Stechfliegen vorbereiten und sich dementsprechend mit Insektenspray einsprühen, um nicht „aufgefressen“ zu werden.

 

Durch den Park winden sich Naturpfade und zeigen dem Gast Beispiele von Floridas einheimischer Fauna. Die meisten Vögel und Tiere - viele von ihnen wurden verletzt aufgefunden - die im Homosassa Springs Park leben, könnten in der Wildnis nicht mehr überleben. Im Park finden sie ihre natürliche Umgebung und und Nahrung.

 

An bestimmten Plätzen erklären Park-Ranger gerne und auch sehr humorvoll die vielen verschiedenen Tiere. Besonders sehenswert sind die Manatees, absolut harmlose und liebenswerte Seekühe. Alle hier lebenden Manatees sind Weibchen - genannt “The Ladies Club”. Zum Teil wurden sie von Motorbooten verletzt und sind dann im Park gepflegt und aufgepäppelt worden. In der „Freiheit“ hätten sie ohne Hilfe keine Chance gehabt.

 

Nilpferd Lucifer im Homosassa Springs Park
Dann ist da noch Nilpferd Lucifer. Mit immerhin etwa 600 Pfund Gewicht und einem riesigen Eckzahn ist er äußerst verfressen. Er stammt noch aus der Zeit, als dieser Park mal ein Zoo war. Bei der Umstrukturierung des Zoos zum State Park sollte er eigentlich ein neues Plätzchen finden, da er nicht zu den in Florida einheimischen Tieren gehört. Doch eine Unterschriftenaktion der Besucher hat ihn gerettet, der Senator machte ihn kurzfristig zum Bürger Floridas. So fristet er heute hier sein Gnadenbrot, und dass schon seit vielen Jahren. Mittlerweile ist er über 40 Jahre alt.

 

Es gibt noch mehr zu lernen, z.B. dass Alligatoren eigentlich Angst vor Menschen haben, einen stark verlangsamten Stoffwechsel haben und daher nur einmal im Monat fressen, dass die Wahrscheinlichkeit einen Sechser im Lotto zu gewinnen oder vom Blitz getroffen zu werden wesentlich größer ist als von einem Alligator angegriffen zu werden. Im rückwärtigen Teil des Parks schließlich findet man eine Vielzahl der in Florida lebenden Vögel, von Ibissen über Pelikane bis hin zu Eulen und natürlich nicht zu vergessen, das amerikanische Wappentier - den Weißkopf- Seeadler. Wer möchte, darf beim Animal Encounter ein Opossum (eine Riesenratte) streicheln und wird spätestens dann von diesem Park restlos begeistert sein.

 

Homosassa Springs State Wildlife Park
 

Letzte Änderung: 22.09.2003
Medien (diese Seite): kihi
Autor: kihi

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