Florenz - Handel, Politik und Kunst
Aufstieg zur florentinischen Hauptstadt
Florential nannten römische Siedler ihre im 1. Jahrhundert vor Christus gegründete Stadt. Völkerwanderungen und Barbareneinfälle machten in den nachchristlichen Jahrhunderten dem Römischen Reich ein Ende, Florenz über- stand Plünderungen und Fremdherrschaft. Im 12. Jahrhundert war die Stadt dann stark genug, sich von der herrschenden Feudalordnung zu befreien. 1115 entstand Florenz als freies Gemeinwesen seiner Bürger. Damit begann auch der Aufstieg der Stadt.
Die neuen Freiheiten förderten den Handel ebenso wie Kunst und Kultur. Mit den Namen Dante (1265 - 1321) und Giotto (1266 - 1337) verbinden sich erste Höhepunkte in diesen Bereichen. 1296 konnte Florenz es sich bereits leisten, das beispiellose Bauprojekt des Doms in Angriff zu nehmen. Jedes Jahrhundert, fast jede Generation brachte neue Persönlichkeiten hervor, deren Ruf bis heute überdauert. Brunelleschi, Donatello, Masaccio, Michelozzo, Lippi, Botticelli, schliesslich Leonardo und Michelangelo.
Die Händler und Bankiers der reichen Handelsstadt gewannen zunehmend auch an politischem Einfluss. Den größten Erfolg hatten dabei die Medici, die, ausgehend von Cosimo dem Alten (1389 - 1464), die Geschicke der Stadt mal mehr, mal weniger erfolgreich bis ins 18. Jahrhundert lenkten.
Die Medici eroberten sich schliesslich die Herrschaft zurück, Cosimo I. konnte ab 1569 als Grossherzog nicht nur Florenz, sondern die gesamte Toskana unter seine Herrschaft bringen. Die Glanzzeiten von Florenz waren zu dieser Zeit jedoch bereits vorbei, der Einfluss der Stadt nahm in der grösser werdenden Welt immer weiter ab. Mit Anna Maria Ludovica endete die Medici-Dynastie im 18. Jahrhundert. Den Medici folgte das Haus Lothtingen, welches noch einmal rund 100 Jahre über Florenz herrschte. 1859 war auch diese Epoche beendet, Florenz schloss sich dem jungen Italien an. Von 1865 bis 1871 war es sogar dessen Hauptstadt, Sitz von Parlament und Königshof.
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