19.09.2002

Dresden blickt zurück

Untergang und Wiederaufbau des "Elbflorenz"

Dampfschiff auf der Elbe

 

Blick in die Altstadt von Dresden
Der 13. August ist für die Dresdner ein tragischer Tag. 57 Jahre ist es jetzt her, dass das berühmte "Elbflorenz" eine der schönsten Städte der Welt und eine der bedeutendsten Kunst- und Kulturmetropolen Deutschlands in nur wenigen Stunden von anglo-amerikanischen Bomberverbänden in Schutt und Asche gelegt wurde.

 

Über 3.500 Tonnen Spreng- und Brandbomben entfachten im historischen Zentrum der Stadt ein unvorstellbares Flammenmeer, das einem Sturm gleich durch die Strassen und über die Plätze fegte. 35.000 Menschen fanden Tod, über 80.000 Wohnungen und unersetzliches Kunstschätze wurden zerstört. Der Krieg riss tiefe Narben ins Antlitz der Stadt, wie kaum sonst in Europa. Narben, die man zum Teil noch immer sieht.

 
Fama auf der Spitze der Zitronenpresse der Dresdner Kunstakademie

"Wer das Weinen verlernt hat, der lernt es wieder beim Untergang Dresdens", schrieb Gerhard Hauptmann, der das Inferno selbst erlebte. Trotz aller Kritik an der "zweiten Zerstörung" Dresdens in den 40 Jahren Realsozialismus, sind viele der alten Dresdner Prachtbauten in neuem Glanz erstanden.

 

Ob Zwinger oder Semperoper, bereits vor 1989 zog die Stadt Touristen aus nah und fern nach Dresden. Jetzt, im Jahre 2002 wird das sächsische Elbflorenz mehr denn je zum Anziehungspunkt für Kunst- und Kulturliebhaber. Milliarden werden investiert, um die Lücken im historischen Zentrum zu schliessen. Prunk und Glanz des Augustinischen Zeitalters sollen wieder das Stadtbild Dresdens bestimmen - auch oder gerade jetzt nach der jüngsten Hochwasserkatastrophe. Und wenn es momentan auch schwerfällt. Manch einer - bei genauem Blick - kann sich schon heute vorstellen, wie es hoffentlich einmal aussehen wird. Spätestens im Jahr 2006 soll Dresden wieder in alter Schönheit erstrahlen, denn in diesem Jahr steht für die Dresdner ein grosses Jubiläum ins Haus. Ihre Stadt wird 800 Jahre alt.

 

Letzte Änderung: 19.09.2002
Medien (diese Seite): axel
Autor: axel

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